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Keine dicke Luft: Diese 7 luftreinigenden Pflanzen brauchen Sie!

Zimmerpflanzen sind ein Trend, um den momentan kaum einer herum kommt. Doch wussten Sie, dass die grünen Gewächse nicht nur für ein angenehmes Ambiente sorgen, sondern sich auch sehr günstig aufs Raumklima auswirken können? Das schließt nicht nur Anreicherung mit Sauerstoff und Feuchtigkeit ein, sondern auch Schadstoffbeseitigung. Wir verraten Ihnen hier, wie das funktioniert und welche luftreinigenden Pflanzen Sie unbedingt adoptieren sollten.

Wie verbessern Pflanzen das Raumklima?

Luftreinigende Pflanzen

Die wohl bekannteste Eigenschaft von Pflanzen ist sicherlich die, dass sie aus Kohlenstoffdioxid Sauerstoff herstellen und an die Umgebung abgeben. Wer also eine (oder besser mehrere) Zimmerpflanzen pro Raum stehen hat, bekommt auf jeden Fall dank Photosynthese immer eine Extraportion Sauerstoff in seine Luft. Doch Pflanzen können noch so viel mehr!

Mehr Luftfeuchtigkeit dank Grünpflanzen

Wenn wir denken, dass das Gießwasser von der Pflanze verbraucht wird, um zu wachsen, so ist dem eigentlich nicht so. Sage und schreibe bis zu 97% der Feuchtigkeit wird wieder an die Umgebung abgegeben – und das sogar zusätzlich gefiltert und somit keimfrei! Davon profitieren wir insbesondere im Winter sehr!

Ist die Luft nämlich eher trocken, dann wirbelt auch sehr viel Staub umher. An diese winzigen Partikeln heften sich gerne Krankheitserreger, die dann so lange durchs Zimmer wehen, bis sie auf Menschen treffen. Herrscht hingegen eine höhere Luftfeuchtigkeit, werden die Staubteilchen durch die Wassersättigung schwerer und sinken deutlich schneller auf den Boden. Zudem bekommt dieses Raumklima unseren Schleimhäuten auch viel besser!

Weniger Schadstoffe in der Luft

Weniger Schadstoffe dank luftreinigender Pflanzen

1989 veröffentlichte die NASA bereits eine Studie zum Thema, ob und welche Pflanzen in der Lage sind, Schadstoffe aus der Luft zu filtern. Hintergrund war eine bessere Bedingung auf den Raumstationen. Doch diese Erkenntnisse wurden auch für Büroräumlichkeiten angewendet. Denn auch hier litten die Menschen unter dem durch schlechte Luft hervorgerufenen “Sick-Building-Syndrom”. Symptome wie Müdigkeit, Unkonzentriertheit oder gar Schlaflosigkeit waren die Folge. 

Doch während ihrer Studie fanden die NASA-Wissenschaftler tatsächlich mehrere Gewächse, die eine entgiftende Wirkung hatten und dadurch auch die beschriebene Symptomatik deutlich verbesserten. 2010 wurde die Liste erweitert, sodass sie inzwischen um die 20 unterschiedliche Pflanzen zählt.

Diese nehmen Schadstoffe entweder durch kleine Spaltöffnungen in ihren Blättern oder direkt über die Wurzeln auf. Durch die inneren Transportwege werden die giftigen Partikel an die Wurzeln weitergeleitet. Diese formen die Stoffe entweder selbstständig in wertvolle Nährstoffe wie Glucose um oder sie geben sie ans Erdreich ab, wo diese Aufgabe von Mikroorganismen übernommen wird, welche sich davon ernähren. 

Welche Schadstoffe können Pflanzen filtern?

Fragen Sie sich vielleicht gerade, ob überhaupt irgendwelche Schadstoffe in Ihrer Wohnung zu finden sein könnten, die es herauszufiltern lohnt? Dann wollen wir Sie nicht beunruhigen, aber die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch. Denn die Quellen sind überall: Kosmetika, Plastikflaschen, Teppiche und Textilien, Lacke und Farben und dadurch auch zahlreiche Möbel, zudem die zahlreichen Elektrogeräte in modernen Wohnungen – die Auswahl ist groß. Aber welche Schadstoffe sind das nun genau? Und was bewirken sie?

Formaldehyd

Dieser Stoff ist in Innenräumen am häufigsten zu finden. Er ist nicht nur in Abgasen oder Zigarettenrauch enthalten, sondern entsteht z.B. auch durch einen Gasherd. Textilien, Klebstoffe oder Desinfektionsmittel enthalten ihn ebenfalls. Er kann zu Reizungen der Schleimhäute und Augen führen, Kopfschmerzen verursachen und für Befindlichkeitsstörungen (zB Schlaflosigkeit, Nervosität) verantwortlich sein.

Benzol

Dieser Kohlenwasserstoff entsteht durch Verbrennungsvorgänge. Auch er ist in Abgasen und Zigarettenrauch enthalten. Aber auch durch die Benutzung eines Kaminofens tritt er auf. Befindet sich die Wohnung zudem an einer viel befahrenen Straße, oder in Nähe einer Tankstelle oder vieler Garagen, ist er ebenfalls stark vorhanden. Durch ihn kann es zu Veränderungen im Blutbild kommen. Er verursacht auch Müdigkeit, Schwäche, Schwindel oder Herzklopfen.

Xylol

Dieser Schadstoff kommt hauptsächlich in Lacken, Farbstoffen, Gummi und Pestiziden vor. Darum werden häufig Möbel oder Textilien als Ursache benannt. Er kann über die Haut oder Atemwege aufgenommen werden und sorgt dann beispielsweise für Gedächtnis- und Orientierungsstörungen, Schwindel, Kopfschmerzen oder Atemnot.

Trichlorethylen

Dieser Schadstoff wird auch als Trichlorethen bezeichnet und ist häufig in Reinigungsmitteln enthalten. Wer mit diesen Produkten arbeitet, kann ihn darum einatmen. Das führt zu Reizungen der Atemwege und Symptome wie Schwindel, Kopfschmerzen oder Benommenheit.

7 Luftreinigende Pflanzen für Ihre Wohnung

Bis hierher ist wohl klar geworden: Zimmerpflanzen sind immer eine gute Idee. Leider ist nicht jeder mit einem grünen Daumen geboren worden. Doch zum Glück gibt es bei den luftreinigenden Pflanzen auch Exemplare, die für Anfänger bestens geeignet sind. Wir stellen Ihnen darum hier sieben ganz unterschiedliche Gewächse vor. 

Monstera

Monstera als luftreinigende Pflanze

Sie war eigentlich in den 70er und 80er Jahren populär und galt dann lange Zeit als altbacken und spießig: die Monstera, auch Fensterblatt genannt. Doch seit einigen Jahren erlebt die Tropenpflanze ein wahres Revival. Zum Glück, denn sie ist nicht nur ein besonders fleißiger Sauerstoffproduzent, dank der riesigen Blätter, sondern reduziert auch die Schadstoffbelastung durch Formaldehyd und Benzol deutlich.

Angenehm ist, dass sie eigentlich kaum Ansprüche an ihr Substrat stellt. Sie eignet sich sogar für eine erdenlose Haltung in Hydrokultur. Während sie Staunässe gar nicht gern mag, trinkt sie an und für sich aber gern und viel. Falls die Erde aber doch mal etwas antrocknet, verzeiht sie es einem glücklicherweise. Vom Standort her mag sie es hell bis halbschattig, ohne allzu direkte Sonne. 

Übrigens ist es Forschern auch heute immer noch ein Rätsel, warum die zwischen 40 bis 80cm großen Blätter der Pflanze Löcher bzw. Schlitze ausbilden. Die aktuelle Vermutung lautet, dass dadurch die Fläche vergrößert wird, auf welcher die Pflanze Licht an schattigen Standorten auffangen kann, ohne wirklich mehr Energie für größere Blätter aufwenden zu müssen. Fakt ist aber, dass die um die 60 Arten der Monstera auf jeden Fall ein gern gesehener Gast im Wohnraum sind. 

Goldfruchtpalme

Areca Palme / Goldfruchtpalme

Auch sie ist ein bekannter Gesell. Auch als Areca-Palme bekannt gehört sie zu den häufigeren Zimmerpflanzen. Sie bringt durch ihre zahlreichen, buschig verzweigten Stämmchen, an denen die großen Wedel wachsen, ganz schnell exotisches Flair in den Raum. Am besten kommt sie als Solitärpflanze zur Wirkung, da ihr schneller, üppiger Wuchs so genug Platz hat. 

Ihr besonderes Talent ist es, für sehr viel Luftfeuchtigkeit zu sorgen. Zudem reinigt sie die Luft von Schadstoffen wie Xylol, Toluol und Formaldehyd. Damit die Palme gut gedeiht und dieser anspruchsvollen Aufgabe nachkommen kann, braucht sie vor allem viel Wasser und Licht. Am besten sprüht man sie zusätzlich zum Gießen auch regelmäßig ein. Kälte mag das Gewächs im Übrigen gar nicht. 

Einblatt

Einblatt als luftreinigende Pflanze

Auch diese Pflanze ist ein alter Bekannter in deutschen Wohnzimmern. Kaum eine Wohnung, in der man nicht wenigstens ein Spathiphyllum mit dem typischen weißen Hochblatt findet. Kein Wunder, gehört sie doch mit zu den effektivsten Luftreinigern überhaupt. Vor ihr sind weder Benzol, Formaldehyd, noch Trichlorenten, Xylol und Toluol sicher. Sie kann sogar Ammoniak herausfiltern. 

Gleichzeitig sorgt das Einblatt für ein angenehm frisches Raumklima. Grund dafür sind die zahlreichen lanzenförmigen grünen Blätter. Durch diese wird sehr viel Verdunstung betrieben. Doch die Blätter können noch mehr: Hat die Pflanze mal Durst, lässt sie diese sehr theatralisch hängen. Doch kaum dass sie wieder etwas Wasser bekommen hat, richtet sie ihr Grün wieder auf und besticht dann durch seine anmutige Gestalt. 

Als Standort sollte sie einzig direktes Sonnenlicht vermeiden. Sie mag es hell, kann aber auch an dunkle Plätze gestellt werden. Wenn die Temperatur dann auch noch nicht unter 18°C fällt, ist das Einblatt sehr zufrieden. Darum gehört es zu den besonders pflegeleichten luftreinigenden Pflanzen. Einzig aufpassen sollte Haustierbesitzer, da es für Hunde und Katzen giftig ist. 

Grünlilie

Grünlilie - eine luftreinigende Pflanze

Und noch eine extrem robuste, pflegeleichte Zimmerpflanze. Auch wenn sie die Lilie im Namen trägt, ist dieses Exemplar alles andere als empfindlich. Sie gedeiht sowohl an hellen, warmen Standorten, als auch an dunklen und kühleren. Zu viel gießen sollte man sie nicht, etwas Trockenheit kann sie durchaus vertragen. 

Ihr Vorteil ist, dass die schmalen, langen Blätter (mal ganz grün, mal mit weißen Streifen) besonders viel Sauerstoff produzieren. Gleichzeitig nimmt die Pflanze – inklusive der Wurzeln! – extrem viele Schadstoffe aus der Luft. Neben Kohlenmonoxid und Xylol betrifft das vor allem Formaldehyd. Hier konnte in Experimenten nachgewiesen werden, dass die Grünlilie an nur einem Tag den Schadstoffgehalt eines Raumes um 86% senken konnte! 

Wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist, der sollte folgendes berücksichtigen: Die Grünlilie fängt bei Zeiten an Kindel auszubilden. Sobald sich hier die ersten kleinen Luftwurzeln zeigen, können Sie diese vorsichtig abschneiden und in ein Glas mit Wasser stellen. Schon nach einigen Tagen, entwickeln sich die Wurzeln kräftig weiter, sodass Sie die Baby-Pflänzchen zeitnah eintopfen können. Wer nicht aufpasst, hat rasend schnell eine kleine Grünlilien-Armee zu Hause.

Sanseveria

Sanseveria - Bogenhanf

Schlangenpflanze, Schwiegermutterzunge oder auch Bogenhanf – diese Pflanze hat zahlreiche Namen. Kein Wunder, zählt sie doch auch ca. 70 unterschiedliche Arten. Sie alle haben aber eins gemeinsam: Sie gehören zu den Sukkulenten und sind dadurch extrem pflegeleicht. Das bedeutet, sie braucht nur sehr wenig Wasser und kann sogar recht dunkel stehen. 

Mit ihren steifen, aufrecht wachsenden, mal breit und flach, mal schmal und rund geformten Blättern ist sie zudem extrem attraktiv. Diese weisen grundsätzlich eine meist graugrüne Färbung auf, die manchmal hellere Flecken oder Streifen aufweist. Eine gängige Variante hat auch hellere, gelbliche Ränder.

Doch Bogenhanf hat noch andere Vorzüge. So reguliert er die Luftfeuchtigkeit recht gut – ein Eigenschaft, die nicht viele Sukkulenten haben, da diese sonst das Wasser eher speichern. Zudem wandelt er giftige Stoffe in Sauerstoff um. Dazu gehört Benzol, Formaldehyd, Trichlorenten, Xylol und Toluol. Leider ist aber auch er giftig für Hunde und Katzen.

Drachenbaum

Drachenbaum - luftreinigende Pflanze

Mehr als 40 verschiedene Arten gibt es von dieser Zimmerpflanze. Sie alle zeichnen sich durch mal etwas dickere, mal sehr schmale, verholzende Stämme aus, an denen schmale, lanzenförmige lange Blätter wachsen. Diese können einfarbig sein, haben aber in sehr häufigen Fällen eher verschiedenfarbige Ränder. So kann das Blatt beispielsweise dunkelgrün sein und einen weinroten Rand haben. Es gibt auch dreifarbige Varianten, bei denen zwischen dem grünen Inneren und dem roten Außenrand noch ein gelbweißer Streifen verläuft. 

Doch nicht nur sein Äußeres macht den Drachenbaum so attraktiv. Er ist zudem auch recht pflegeleicht. Ein heller bis halbschattiger Platz ohne direkte Sonneneinstrahlung bei gemütlichen 19-25° ist ideal für ihn. Zugluft sollte man vermeiden, gießen ist nur selten und wenig nötig. Geht es ihm dann richtig gut, filtert er erfolgreich Benzol, Formaldehyd, Trichlorethylen und Xylol auf der Umgebungsluft. Aber Achtung: Auch ein Drachenbaum sollte besser nicht in Hund- oder Katzenmäuler gelangen! 

Efeutute

Efeutute - eine luftreinigende Pflanze

Diese immergrüne Kletterpflanze ist besonders flexibel. Sie kann sowohl vertikal, als auch horizontal wachsen und nahezu überall stehen. Selbst an sehr schattigen Orten wächst sie stoisch weiter. Zu nass mag sie es im Übrigen auch nicht. Perfekt für alle, die nicht überfordert werden wollen. 

Optisch macht die Efeutute aber trotzdem einiges her. Ihre herzförmigen Blätter können ganz unterschiedliche Gestalt annehmen. Mal ist es eher ein dunkles Graugrün, mal ist es ein kräftiges Hellgrün. Je nach Sorte sind die Blätter häufig auch noch panaschiert in weiß, gelb oder einem helleren Grünton. Panaschiert bedeutet, dass sie helle Flecken, Punkte oder Streifen aufweisen. Dies ist ein unbedenklicher Gendefekt, der optisch ausgesprochen attraktiv sein kann. 

Noch attraktiver macht die Pflanze aber, dass sie wieder zahlreiche Schadstoffe filtern kann. Benzol, Formaldehyd, Trichlorethylen sowie Xylolen haben keine Chance. Der einzige Wermutstropfen ist, dass sie leider wieder giftig ist und darum besser von Kindern und Haustieren ferngehalten werden sollte. Dann kann sie in Ruhe ihres Amtes als Luftreiniger walten.  

Haben Sie noch Fragen zu luftreinigenden Pflanzen?

Wollen auch Sie in Ihrem Zuhause für gute Luft sorgen? Sind Sie sich vielleicht aber unsicher, ob die vorgestellten Gewächse auch bei Ihnen gedeihen würden? Suchen Sie vielleicht noch andere luftreinigende Pflanzen oder haben Frage zu deren Pflege? Dann wenden Sie sich doch an die Mitarbeiter in unserem Gartencenter. Sie stehen Ihnen mit viel Know-How und tollen Tipps zur Seite.

 

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