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Oh, là, là! Lavendel pflanzen in Garten, Topf & Kasten

Wer an Südfrankreich denkt, der hat eine Sache sicher sofort im Kopf: dieses endlose Meer aus Violett. Der Ursprung dieses Farbrausches ist Lavendel. Er verkörpert dieses spezielle mediterrane Flair wie kaum eine andere Pflanze und macht sich zum Glück auch einzeln als Staude hervorragend in Beet, Pflanzkübel oder Balkonkasten. Was Sie zum Lavendel noch wissen müssen – wir verraten es Ihnen!

Dürfen wir vorstellen: der Lavendel

Lavendel

Es hat seinen Grund, dass wir Lavendel mit einem mediterranen Stil verknüpfen, denn aus dieser Region stammt das Gewächs ursprünglich. Der Halbstrauch (das bedeutet, er verholzt nur im unteren Bereich) hat seinen Namen von den Römern erhalten. Dieser leitet sich vom lateinischen Wort “lavare” ab, was übersetzt “waschen” heißt. Der Grund dafür: Die Römer gewannen aus der herrlich duftenden Pflanze Bade-Essenzen.

Botanisch gesehen gehört er zu den Lippenblütlern und ist somit entfernt verwandt mit Minze und Salbei. Das wird auch schon ersichtlich, wenn man sich das Blattwerk näher anschaut. Denn auch Lavendel hat besonders schöne, silbergrau gefärbte, lanzenförmige Blätter, die schon allein ein toller Hingucker sind. Hinzu kommen die ährenförmigen Blüten, die in allen möglichen Schattierungen von Violett bis Blau erstrahlen. Einige Sorten haben sogar zart rosane oder gar weiße Blütenrispen. Sie alle erstrahlen je nach Sorte von Juni bis September.

Der ideale Standort für den Halbstrauch

Entsprechend seiner Herkunft kann Lavendel sehr gut mit Trockenheit und Wärme umgehen. Sonnige Plätze, sogar zur Mittagszeit, sind für ihn kein Problem. Hinzu kommt, dass er auch keinen besonders nährstoffhaltigen Boden braucht. Am besten schmeckt es ihm in sandigen, durchlässigen Böden. Ist das bei Ihnen nicht von Natur aus gegeben, kann die Umgebung für den Halbstrauch mit Sand oder Kies entsprechend aufgelockert werden.

Wichtig ist immer, dass das Wasser gut abfließen kann. Denn Staunässe mag Lavendel auf keinen Fall. Darum braucht auch ein Topf oder ein Blumenkasten neben dem entsprechend nährstoffarmen Boden (z.B. Kräutererde) eine Drainageschicht aus einer Lage Tonscherben oder einigen Kieselsteinen sowie ein Abflussloch.

Beachtet man diese Voraussetzungen, kann die Pflanze vielseitig eingesetzt werden. Je nach Sorte eignet sie sich, um solitär in einem kleinen oder großen Topf zu gedeihen. Sie kann aber auch mit anderen Stauden in einem Pflanzkübel oder Beet leben. Als Beeteinfassung oder als hübscher Pflanzstreifen entlang von Mauern (am liebsten Südwänden) macht sie sich auch prima. Und natürlich ist sie ein Must-Have in Steingärten oder auch mediterranen Szenerien.

Die idealen Begleiter?

Lavendel - der ideale Begleiter

Lavendel ist wie gesagt nicht nur einzeln oder im Rudel ein Hingucker. Er ist mit seinen vielen wunderschönen Violett-Nuancen auch mit anderen Gewächsen eine wahre Pracht. Besonders harmonisch wird es mit Stauden wie Bart-Iris, Wollziest, Frauenmantel, Rittersporn oder Phlox als Begleiter. Mit mediterranen Kräutern wie Salbei, Oregano oder Thymian können Sie ein wahres Duftbeet anlegen.

Ebenfalls duftend und optisch begeistern wird die Kombination aus Lavendel und Rosen. Allerdings stößt man hier auf ein Problem. Denn obwohl beide Pflanzen wahre Sonnenanbeter sind, passen die Bodenvorlieben überhaupt nicht zusammen, gehen eigentlich komplett konträr zueinander. Hier empfiehlt es sich, einen größeren Pflanzabstand zwischen den beiden einzuhalten und die Lavendelstandorte nur punktuell abzumagern, indem die Erde mit Sand angereichert wird.

Ein wunderschöner Farbverlauf: Lavendel-Sorten

Lavendel Sorten

So genügsam der Lavendel auch ist, es gibt dennoch auch Pflanzen, die sich besonders gut für das Beet eignen und welche, die ideal für den Topf sind. Zudem hat der mediterrane Halbstrauch ja wie bereits erwähnt, nicht nur violette Blüten – man kann einen ganzen Farbverlauf mit ihm kreieren. Wir stellen Ihnen hier einfach einmal einige unserer Lieblingssorten vor.

Zwerg-Lavendel “Peter Pan”

Wie der Name schon sagt, ist diese Sorte recht kompakt mit einer Wuchshöhe von etwa 45 cm. Dadurch passt er prima in kleine Gärten, aber eben auch in Töpfe und Kästen auf Balkon und Terrasse. Besonders schick wirken seine hell- bis dunkelvioletten Blüten übrigens in Gefäßen aus Ton oder Keramik. Im Winter brauchen Sie die kleinen nur mit Vlies umwickeln oder nah einer Hauswand auf eine Styroporplatte stellen, dann können sie draußen bleiben.

Der Klassiker: “Hidcote Blue”

Er ist wohl einer der beliebtesten Lavendelsorten überhaupt. Grund dafür ist sicherlich seine besonders intensive Färbung. Die Blüten sind dunkelviolett, fast schon ins Blau übergehend. Dazu die zauberhaften, silbergrauen Blätter und der dichte, kompakte Wuchs – perfekt als Bodendecker oder Beeteinfassung. Aber auch in einem Pflanzkübel macht sich der Hidcote Blue prima. Dann müssen Sie ihn nur wieder im Winter gut mit Vlies einwickeln oder eben auf Styropor stellen.

Die Blühschönheit “Schopflavendel”

Schopf-Lavendel

Beeindruckt normaler Lavendel schon sehr mit seiner Farbenpracht, so ist der Schopflavendel sicherlich die Krönung. Denn seine ohnehin schon prallen, ährenförmichen Blütenrispen enden in länglich-eiförmigen Hochblättern. Sie werden etwa 5cm lang und sind genauso leuchtend violett wie der Rest der Blüte. Seine Wuchshöhe kann zwischen 30 bis 100 cm betragen. Dabei ist seine Gestalt buschig verzweigt und dicht beblättert. Als Topfpflanze ist er ideal, denn leider ist diese Sorte nicht winterhart. Im Pflanzgefäß kann er einfach an einer geschützten Stelle den Frost aussitzen.

Die Duft-Hoheiten: “Olympia” und “Essence Purple”

Lavendel zeichnet sich nicht nur durch seinen Wuchs oder seine Farben aus. Auch sein Duft ist charakteristisch. Die beiden Sorten “'Olympia” und “Essence Purple” haben einen fast schon betörend intensiven Geruch, der von den lilafarbenen Blütenrispen verströmt wird. Olympia wird nicht höher als 60 cm und ist somit auch sehr gut als Topfpflanze auf Balkon oder Terrasse geeignet. So sitzen Sie immer in einer angenehm beruhigenden Lavendelwolke. Und selbst ohne Blüten sind diese beiden Sorten durch ihre silbrig-grünen Blätter ein echter Hingucker!

Heller Lavendel: “Nana Alba” und “Felice Light Pink”

Lavendel Felice Light Pink

Lavendel ist immer nur blau-violett? Au contraire! Den Halbstrauch bekommen Sie inzwischen auch in anderen Nuancen aus dieser Farbfamilie. So beeindruckt “Nana Alba” zum Beispiel mit weißen Blüten, während “Felice Light Pink” in zartem Rosa erblüht. Beide Pflanzen lassen sich prima mit anderen Sorten oder Stauden kombinieren, setzen spannende Kontraste oder verstärken die Wirkung der Blütenfarben noch mehr.

Lavendel pflanzen und pflegen

Das Schöne an dieser Pflanze: Sie ist genügsam. Das wichtigste ist tatsächlich der passende Standort (sonnig, aber windgeschützt) und der bevorzugte Boden (locker, nährstoffarm). Dann dringen die Wurzeln des Halbstrauchs tief ins Erdreich ein und fühlen sich prinzipiell wohl. Damit Sie diesen Zustand auch lange erhalten können – denn die meisten Sorten sind mehrjährig! – geben wir Ihnen noch einige Tipps zur richtigen Pflege mit auf den Weg.

Die ideale Pflanzzeit

Lavendel pflanzen und pflegen

Im Topf können Sie Lavendel von Frühjahr bis Herbst setzen, hier gibt es keinen perfekten Zeitpunkt. Bei Beetpflanzungen hingegen ist das Frühjahr ideal. Denn so hat die Pflanze die gesamte Saison über Zeit sich an ihren neuen Standort häuslich einzurichten. Bei Herbstpflanzungen kann es sein, dass sie noch nicht richtig fest eingewurzelt sind bis der erste Frost kommt, wodurch die Gewächse leiden wenn nicht sogar Schäden davontragen können.

Düngen und Gießen

Wie schon gesagt: Der Lavendel mag die Herausforderung. Ein ausgiebiges, regelmäßiges Düngen ist daher nicht nötig. Im Gegenteil: Zu viele Nährstoffe schaden der Robustheit der Pflanze unter Umständen sogar. Es kann im Frühjahr ein wenig Kompost in die Bodenoberfläche eingearbeitet werden, das reicht aus.

Gleiches gilt fürs Gießen. Dieses muss nur mäßig durchgeführt werden. Bei anhaltender Trockenheit kann es häufiger stattfinden. Dann am besten morgens, damit die Feuchtigkeit schnell verdunstet. Denn nichts ist dem Lavendel so unangenehm wie Feuchtigkeit. Darum sollten Topfpflanzen auch immer besagte Drainageschicht haben!

Übrigens: Pflanzenschutzmittel oder ähnliches ist nicht nötig. Schädlinge gehen quasi nie an die Pflanze ran, da die enthaltenen ätherischen Öle ihnen nicht schmecken. Einzig Schimmel kann zum Problem werden, wenn z.B. der Boden gemulcht war und zu stark verrottet ist. Auch hier ist zu viel Feuchtigkeit zu vermeiden.

Lavendel schneiden – aber richtig!

Dies ist wohl der zeitaufwendigste Part der Pflege. Aber nur durch einen regelmäßigen Schnitt kann der kompakte, buschige Wuchs bewahrt bzw. das Verkahlen innen und unten verhindert werden. Dazu wird im Frühjahr oder im Sommer am diesjährigen Holz bis ca. 2,5 cm ins alte Holz zurückgeschnitten, aber immer nur so viel, dass unterhalb des Schnitts noch grüne Sprossspitzen zu sehen sind.

Wird dieser Schnitt erst im Herbst durchgeführt, können die entstandenen Wunden die Winterhärte der Pflanze negativ beeinträchtigen. Darum sollten nach der Blüte nur noch die abgeblühten Triebe zurückgeschnitten werden. Dieser Schnitt ist nicht so umfassend wie der im Frühling und sorgt vor allem auch dafür, dass die Pflanze nicht blühfaul wird.

Lavendel überwintern

Wir haben es ja bereits angesprochen: Lavendel ist meistens mehrjährig, aber nicht immer winterhart. Einige Sorten können bedenkenlos im Beet belassen werden und kommen im Frühjahr ganz von selbst wieder. Andere sollten zumindest mit etwas Reisig oder einem Vlies abgedeckt werden. Gerade Kübel- und Topfpflanzen sind etwas anfälliger, denn hier friert der Boden schneller als im Erdreich ein. Ein geschützter Standort, eventuell sogar im Inneren ist darum wichtig.

Die Pflanze darf in dieser Zeit übrigens nicht vernässen durch Schnee, Eis und Regen. Sie darf aber auch nicht austrocknen – eine regelmäßige Kontrolle ist darum sehr wichtig. Gelegentliches Gießen kann somit auch im Winter vorkommen. Mit dieser Pflege kann der Lavendel dann im Frühling wieder ordentlich austreiben und ein beliebter Anziehungspunkt für allerlei Insekten wie Bienen und Schmetterlinge werden.

Sie haben noch Fragen?

Die Farbe, der Duft oder die herrliche Genügsamkeit des Lavendels haben Sie beeindruckt und nun wünschen Sie sich auch ein solches Gewächs? Sind Sie sich aber vielleicht noch unsicher, welche Sorte nun im Topf und welche besser im Beet gedeiht? Dann wenden Sie sich doch an die Mitarbeiter in unserem Gartencenter. Sie stehen Ihnen mit viel Know-How und tollen Tipps zur Seite.

 

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