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Pflanzen gegen Mücken: natürlicher Insektenschutz aus dem Garten

Insekten sind sicherlich gerade ein Thema, an dem sich die Geister scheiden. Die einen sagen, wir haben zu wenige, den anderen sind sie noch immer zu viel. Welche auf jeden Fall gern wegbleiben dürfen, sind Mücken, Bremsen und Fliegen. Doch immer gleich mit der Chemiekeule arbeiten? Das müssen Sie nicht. Wir geben Ihnen Tipps, welche Pflanzen gegen Mücken helfen.

Warum stechen Mücken überhaupt?

Pflanzen gegen Mücken

Wir kennen es doch alle: Da sitzt man gemütlich im Feierabend draußen auf Terrasse oder Balkon, erzählt sich was und plötzlich – ein Surren, ein Klatschen, aber zu spät. Da hat die Mücke schon gestochen. Und oft trifft es einen aus der Runde besonders stark. Aber warum ist das so?

Früher sagte man immer, derjenige hätte süßes Blut. Tatsächlich scheinen Mücken – übrigens nur die Weibchen, denn die Männchen stechen nicht! – wirklich eine gewisse Affinität zu Menschen mit Blutgruppe 0 zu haben. Doch viel entscheidender ist der Geruch der Person. Denn Mücken werden besonders von Stoffwechselprodukten wie Milch- und Harnsäure sowie Ammoniak – also von Schweiß  – angezogen. 

Zusätzlich wirkt auch Kohlenstoffdioxid wie eine Leuchtreklame auf die kleinen Plagegeister. Noch aus bis zu 50 Meter Entfernung nehmen Mücken das CO2 wahr und können es zielsicher ansteuern. Wer also viel atmet und/oder mehr schwitzt, ist leider unwiderstehlich für Mückenweibchen. Um das zu verhindern, können aber Pflanzen helfen, indem sie mit ihrem Duft die eigentlichen Lockstoffe überlagern. 

Warum helfen Pflanzen gegen Mücken?

Es gibt zwei Wege, wie Pflanzen gegen Mücken helfen können. Der erste ist dieser: Haben Sie viele blühende Gewächse bei sich, herrscht ein perfektes Klima für viele willkommene Insekten wie Bienen, Schmetterlinge, aber auch sogenannte Nützlinge wie die Schwebfliege. Fühlt sie sich wohl, legt sie ihre Larven in Ihrem Garten ab und diese wiederum verspeisen so manche ungebetene Gäste, vor allem Blattläuse.

Der andere Weg sind Pflanzen, die lästige Insekten verscheuchen. Diese haben tendenziell eine Sache gemeinsam: ätherische Öle! Stechmücke, Bremse, Fliege und Co. mögen solche meist überhaupt nicht. Wir Menschen hingegen lieben die Düfte der entsprechenden Gewächse und haben sie darum perse gern in unserem Garten. Und auch die gern gesehenen Insekten laben sich an ihnen. Eine absolute Win-Win-Situation also.

Welche Pflanzen sind ein guter Insektenschutz?

Bei vielen Pflanzen wissen wir gar nicht, dass sie eigentlich ein wunderbarer natürlicher Insektenschutz sind! Wir wollen Ihnen darum im Folgenden Ihre neuen besten Freunde im Kampf gegen ungeliebte Krabbeltierchen vorstellen. Diese sollten Sie am besten immer dort anpflanzen, wo auch Sie sich aufhalten. Das bedeutet im Balkonkasten, vor dem Fenster, aber auch im Pflanzkübel oder Hochbeet auf der Terrasse sowie überall sonst im Garten. Denn auch Schädlinge können Sie mit den richtigen Pflanzen in Schach halten! 

Jetzt wird’s mediterran: Basilikum, Rosmarin und Co.

Kräuter gegen Mücken

Wir lieben die Aromen, die Kräuter wie Thymian, Salbei oder Oregano verströmen. Darum pflanzen wir sie gern in unsere Beete. Aber auch in kleinen Töpfen machen sie sich hervorragend, etwa auf dem Balkontisch. Gerade Basilikum und Rosmarin haben viele besonders gern so griffbereit stehen. Meist, weil sie den Geruch mögen oder auch den Geschmack, denn diese Kräuter verfeinern die meisten Speisen ganz einfach und schnell.

Aber es gibt noch einen Grund für die Gesellschaft dieser Gewächse: Mücken mögen sie nicht! Ihre ätherischen Öle wirken absolut abschreckend auf sie. Greifen Sie darum gern zu mehreren Pflänzchen, denn im Rudel ist man stärker! Und noch ein Tipp: Legen Sie ein Gitter über ein Windlicht, in dem eine Kerze brennt. Darauf kommen einige Rosmarinzweige. Die ätherischen Öle in den Blättern werden so verdampft und freigesetzt – und die Mücken nehmen reißaus!

Lavendel & Weihrauch – muss man mögen!

Er ist prima im Beet, im Pflanzkübel oder auch in klein auf dem Tisch als Topfpflanze: Lavendel geht immer. Sein Duft wirkt auf uns beruhigend und entspannend. Sein Aroma kann sogar manch Essen verfeinern. Und nun kommt der Clou: Da auch er – sozusagen unüberriechbare – ätherische Öle in sich trägt, hält er Mücken und Co. wunderbar fern. Dafür schauen Bienen, Schmetterlinge und Hummeln um so lieber vorbei. Er liebt die Sonne und ist ansonsten sehr anspruchslos – also definitiv ein guter Gefährte! 

Ein vergleichbarer Geselle, was den Duft angeht, ist der Weihrauch. Ob nun echter oder aber in Form des Harfenstrauchs – sein würziger Geruch ist speziell und wird nicht von jedem gemocht. Insekten gehören auf jeden Fall nicht zu seinen Fans, was ihn für uns schon wieder attraktiver macht. Zudem ist er im Balkonkasten definitiv ein Hingucker!

Hübsch anzusehen: Duftpelargonien, Studentenblumen & Ringelblume

Pelargonien als natürlicher Insektenschutz

Wir haben sie schon immer gern gemocht: die Duftpelargonien. Sie sehen einfach wirklich wunderschön aus mit ihren leuchtenden Blüten und den hübsch, fast schon gefiedert wirkenden Blättern. Kein Wunder, dass sie vor allem auf Balkon und Terrasse gern zu finden ist. Aber nun kommt noch ein Aspekt hinzu: Sie schrecken auch Mücken, Bremsen und Fliegen ab.

Schon der leiseste Windhauch veranlasst sie, dass sie ihren Duft verströmen. Und während wir gar nicht von den Aromen (z.B. Zitrone oder Orange) genug bekommen können, schwirren nervige Insekten lieber direkt ab. Eine ähnliche Wirkung sollen auch Studentenblumen und Ringelblumen haben. 

Zitrus vs. Plagegeister: Zitronengras, Zitronenmelisse, Zitronen-Monarde

Wir lieben den frischen Duft, doch stechende Plagegeistern scheinen ihn zu verabscheuen. Gut für uns, denn so schlagen wir – natürlich nur sprichwörtlich! – zwei Fliegen mit einer Klappe. Pflanzen Sie zum Beispiel Zitronen-Monarde, eine Unterart der Indianernessel an. Sie lockt mit ihrem zitrischen Duft viele Nützlinge an, während Mücken abdrehen. Auch Zitronengras und Zitronenmelisse haben diese Wirkung. Hier wird der Effekt aber noch verstärkt, wenn die Blätter zerrieben werden.

Nicht nur für Samtpfoten: Katzenminze

Optisch hat sie ein zartes Aussehen: Die blau-violetten Blüten reihen sich an dünnen Stängeln in die Höhe. Darunter folgen hübsche, abgerundete Blätter in einem satten Grün. Doch das ist es nicht, was Katzen so lieben, sondern ihren Duft. Auch wieder leicht zitrisch wirkt er auch anziehend auf Hummeln und Bienen. 

Mücken und Co. hingegen machen lieber einen Bogen um die Pflanze. Doch dafür ist diesmal ein ätherisches Öl namens Nepetalacton verantwortlich. Es soll so effektiv in seiner abschreckenden Wirkung sein, dass es sogar chemischen Mitteln echte Konkurrenz macht. 

Bon Appetit: Tomaten

Tomaten gegen Insekten

Wir pflanzen sie im Garten an, aber auch als Balkonpflanze ist die Tomate inzwischen weit verbreitet. Und das ist aus mehreren Gründen eine gute Wahl. Denn nicht nur, dass sonnengereifte Tomaten einfach ein absoluter Hochgenuss sind. Ihre Blätter verströmen zudem auch einen speziellen Geruch, den die meisten fliegenden Plagegeister nicht ausstehen können. Am besten stehen darum gleich mehrere Pflanzen beieinander. 

Oldie but Goldie: Walnuss

Schon seit vielen Jahrhunderten setzte man traditionell einen Walnussbaum neben den Misthaufen. Er hielt Schmeißfliegen und Bremsen sowie Mücken fern. Diese Wirkung hat er auch heute nicht verloren. Und da so ein Baum durchaus groß wird, kann auch sein Effekt umfassend sein. Zudem schenkt er einem im Sommer Schatten, im Herbst leckere Nüsse. 

Ob groß, ob klein: Wacholder darf es sein!

Der Wacholder gehört zu den Zypressengewächsen und kann daher bis zu 30 Meter hoch werden. Dafür haben Sie keinen Platz? Kein Problem, denn mit regelmäßigem Schnitt kann das Gewächs auch ein niedlicher Busch in einem Pflanzkübel bleiben. So oder so ist er immer schön, da immergrün. Und zudem vertreiben seine bitteren ätherischen Öle die Mücken recht effektiv. Da lohnt sich der Pflegeaufwand definitiv. 

Ab ins Beet: Knoblauch, Kapuzinerkresse und Bohnenkraut

Haben Sie die unerwünschten Insekten auf Balkon und Terrasse im Griff, kann es noch an einer weiteren Stelle zu Problemen kommen: im Beet. Blattläuse lassen es sich hier gern gut schmecken. Doch auch dafür gibt es hilfreiche Pflanzen. Um diese von den anderen Pflanzen abzulenken, können Sie Kapuzinerkresse anpflanzen. Um einem Befall vorzubeugen, können Sie auch Bohnenkraut zwischen die bedrohten Pflanzen setzen.

Auch Knoblauch soll bei einem geringem Befall helfen. Dazu die Zehen halb in die Erde zwischen den Gemüsen stecken. Übrigens: Die Knolle soll ja auch auf Vampire abschreckend wirken. Das gilt genauso für die kleinsten Ausgaben, Stechmücken. Sie werden ebenfalls von dem Geruch abgelenkt und halten lieber Abstand. 

Was tun, wenn’s juckt?

Aloe Vera bei Insektenstich

Leider kann keine Pflanze einen hundertprozentigen Schutz gegen stechende Insekten bieten. Und so passiert es vielleicht doch einmal, dass eine Stechmücke Sie erwischt. Doch immerhin gibt es auch dann Hilfe aus dem Garten. Darum hier noch einige Tipps, welche Pflanze Ihnen Linderung verschaffen kann.

  1. Petersilie. Blätter auf dem Stich zerreiben. Hilft schnell gegen Schmerz und Jucken.
  2. Zitronenmelisse. Ein Blatt zerreiben und den Saft auf den Stich träufeln.Lindert Juckreiz.
  3. Aloe Vera. Ein Stückchen Blatt abschneiden und das dicke Gel auf den Stich schmieren. wirkt lindernd und kühlend.
  4. Zwiebel. Eine halbe Zwiebel auf den Stich legen. Schwefel im Saft wirkt desinfizierend, lindert Juckreiz und Schwellung. Auch bei Wespenstichen.
  5. Zitrone. Aufschneiden und mit Schnittfläche auf den Stich reiben. Säure zersetzt Mückenspeichel, wirkt zudem entzündungshemmend und kühlend. Bei empfindlicher Haut den Saft auspressen und mit Wasser verdünnen.
  6. Spitzwegerich. Blätter per Hand zerdrücken und auf Stich reiben. Wirkt antibakteriell, entzündungshemmend und zusammenziehend. Gut gegen Juckreiz, Schwellung und Entzündung.

Haben Sie noch Fragen zu Pflanzen gegen Mücken?

Wollen auch Sie jetzt Ihren Garten mit dem natürlichen Insektenschutz präparieren? Sind Sie sich aber vielleicht noch unsicher, welche Pflanzen bei Ihnen am besten gedeihen würden? Dann wenden Sie sich doch an die Mitarbeiter in unserem Gartencenter. Sie stehen Ihnen mit viel Know-How und tollen Tipps zur Seite.

 

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