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Immergrüne Gehölze: winterliche Zierde für Balkon & Terrasse

Nach ihrem oft feurigen letzten Aufleben im Herbst begibt sich die Natur im Winter in ihre wohlverdiente Ruhephase. In diesen Monaten wirken Garten, Balkon und Terrasse schnell karg und trist. Immergrüne Gehölze sind dann genau das Richtig, um einen Farbtupfer zu setzen. Lesen Sie hier, welche kleingewachsenen Nadelbäumchen sich für die Haltung im Topf eignen und was Sie dabei beachten sollten.

Immergrüne Gehölze – warum sie klein bleiben

Immergrüne Gehölze

Falls Sie sich jetzt fragen, ob immergrüne Zwergbäumchen nicht enorm viel Aufwand verursachen, dann können wir Sie beruhigen. Denn die Gehölze für den Außenbereich sind nicht mit Kreationen wie z.B. einem Bonsai zu vergleichen. Während diese künstlich durch regelmäßiges Schneiden und Binden klein gehalten werden, wachsen die Zwerggehölze von sich aus einfach nur sehr langsam. 

Das ist eine Laune der Natur, die der Mensch erkannt und sich zu Nutze gemacht hat. Durch eine Mutation verändert sich das Erbgut einer Knospe so, dass der Ast besondere Merkmale (z.B. viel kleinerer, kompakterer Wuchs) aufweist. Aus diesen auch als “Hexenbesen” bezeichneten Sträuchern werden kleine Zweige herausgeschnitten und auf Sämlingen oder Hochstämmchen der normalen Wildart veredelt. Daraus entstehen dann die besonders langsam wachsenden und kleinbleibenden Bäumchen, die man im Übrigen auch nicht besonders stutzen muss. 

Welche immergrünen Zwerg-Bäume gibt es?

Tatsächlich ist die Auswahl hier gar nicht so klein. Es ist aber schnell erkennbar, dass vor allem Nadelgehölze in der Mini-Form gewählt werden, da diese eben immergrün und winterhart sind. Hier haben wir einige Beispiele für gängige Sorten der niedlichen Zwerg-Koniferen.

Zypresse

Zypressen

Ob nun in Form der Muschelzypresse oder als Scheinzypresse, auch Weißzeder genannt – sie zeichnet sich immer durch ihre besonderen Nadeln aus. Mal wirken sie fedrig, mal sehen sie eher muschelförmig aus oder wie kleine Schilde. Immer bringen sie aber einen Hauch Exotik mit sich. Der ideale Standort ist sonnig bis halbschattig.

Balsamtannen

Balsamtanne

Sie ist eine spezielle Unterart des klassischen Nadelgehölz. Ihren Charme machen die besonders kurzen Nadeln aus, die ganz dicht an den Zweigen sitzen. Dadurch wirkt sie schon fast flauschig. Zudem verbreitet das Mini-Gewächs einen sehr aromatischen Duft. Tannen sind Allrounder und können sonnig, halbschattig sowie schattig stehen.

Zwerg-Eibe

Eiben sind zwar giftig, aber dafür eine wahre Augenweide. Darum gibt es sie auch in der Mini-Ausführung. Sie sind zudem gut schnittverträglich und absolut robust. Ihr Wuchs in der kleinen Form ist eher breit, als hoch, wodurch sie auch einen prima Bodendecker abgibt. Generell sind Eiben ideal Schattenpflanzen.

Zwerg-Kiefer

Die Nadeln sind schmal und elegant, auch wenn die Pflanze an sich pro Jahr nur ca. 5 cm an Höhe gewinnt. Mit 50 bis 80 cm ist sie im übrigen ausgewachsen. Je nach Sorte nimmt sie dabei entweder eine Kissenform an oder streckt sich eifrig empor. So oder so sind aber alle Kiefern wahre Sonnenanbeter. Halbschatten wird auch toleriert.

Zwerg-Wacholder

Wacholder ist zum einen wegen seiner attraktiven Früchte bekannt, die gern auch in Kränze gebunden werden. Seine Miniatur-Variante punktet aber vor allem mit seinen bläulichen Nadeln und ist selbst unter den immergrünen Gewächsen so noch ein besonderer Hingucker. Sein Wuchs kann kriechend oder kompakt-rundlich sein. In beiden Fällen bevorzugt die Pflanze aber einen eher sonnig bis halbschattigen Platz.

Fichten

Geschmückte Blaufichte

Es gibt zahlreiche Arten der Fichten, die auch in klein erworben werden können, so zum Beispiel die Blau- oder Zwerg-Fichte sowie die Zuckerhutfichte. Je nachdem besticht das Bäumchen dann mit einer schlanken, kegelförmigen Figur oder es wächst eher kugel- bis kissenförmig. Die Fichtennadeln sind in jedem Fall aber hart und stechen stark. Ein sonniger oder halbschattiger Standort ist ideal.

Immergrüne Gehölze pflanzen und pflegen

Damit die Mini-Nadelbäumchen ihren ganzen Charme auf unserem Balkon oder der Terrasse verbreiten können, müssen sie in die passenden Gefäße gepflanzt werden. Die eigentliche Pflege ist später nicht mehr mit viel Aufwand verbunden, wenn bei diesem Schritt alles richtig gemacht wird.

Den richtigen Topf wählen

Da es bei den immergünen Koniferen darum geht, dass sie selbst im tiefsten Winter draußen stehen können sollen, muss beim Pflanzgefäß besonders auf geeignetes Material geachtet werden. Das bedeutet, der Topf darf nicht nur hübsch aussehen, sondern muss stabil und frostsicher sein. Terrakotta und Keramik ist beispielsweise ungeeignet. Besser sind folgende Stoffe:

Immergrüne Gehölze richtig pflegen

  • Beton (ist dafür aber sehr schwer und der Topf somit unhandlich)
  • Zink (sieht hübsch aus und ist langlebig)
  • Kunststoff (sehr leichtes und preiswertes Material, sollte aber UV-beständig sein)
  • Polyrattan (Flechtwerk aus Kunststoff, hat eine moderne Optik)
  • Fiberglas (hohe Festigkeit und dadurch witterungsbeständig)
  • Aluminium (robust mit einem geringen Eigengewicht)
  • Edelstahl (wirkt sehr edel)
  • Roststahl (auch Cortenstahl genannt, rustikal im Eindruck)
  • Holz (isolierend und naturnah, muss aber gepflegt werden)
  • Bambus (sehr dekorativ)

Für welches Material Sie sich auch entscheiden – achten Sie immer auch eine Öffnung im Boden. Zwerg-Nadelgehölze reagieren empfindlich auf Staunässe. 

Was wann in den Topf kommt

Normale Blumenerde ist leider nicht die richtige für Zwerg-Gehölze. Sie brauchen zum einen sehr viel Halt, zum anderen spezielle Voraussetzungen, damit sie gut anwurzeln und gedeihen können. Darum können Sie zu einer hochwertigen und strukturstabilen Kübelpflanzenerde greifen. Eine Alternative ist sogenannte Koniferenerde, die auch gleich alle wichtigen Nährstoffe mit sich bringt. Zudem ist sie leicht sauer (pH-Wert 3,5-4,5) und humusreich. 

Bevor das Substrat oder die Pflanze ins Gefäß kommen, sollte aber zunächst noch eine Drainageschicht aus Blähton oder Scherben eingefüllt werden. Diese verhindert zusätzlich nasse Füße bei den Nadelbäumchen. Vor dem Einpflanzen können die Gehölze im Übrigen aber ruhig noch einmal getaucht werden, damit die Wurzeln gut durchfeuchtet in den Topf einziehen können. 

Die Pflanzung sollte am besten im Winterhalbjahr, also zwischen Anfang Oktober und Anfang Mai erfolgen. Am besten sollte es aber ein frostfreier Tag sein. Der Herbst oder das zeitige Frühjahr sind also die ideale Pflanzzeit.

Die richtige Pflege

Immergrüne Zwergbäume

Das Schöne an den immergrünen Zwerg-Gehölzen ist, dass sie wirklich pflegeleicht sind. Einmal eingepflanzt müssen Sie sie eigentlich nicht mehr schneiden, nur im Ausnahmefall mal düngen und im Winter auch nur ab und an mal gießen, damit die Erde nicht komplett austrocknet. 

Worauf Sie allerdings definitiv ein Auge haben sollten, ist der richtige Standort, insbesondere in der kalten Jahreszeit. Stellen Sie die Töpfe dann möglichst geschützt vor Wind und Regen auf und achten Sie zudem darauf, dass auch nicht allzu viel Sonne auf die gefrorenen Topfballen scheint, da diese dadurch beschädigt werden können. 

Ein letzter Punkt bei der Pflege muss erledigt werden, wenn die Temperaturen unter Null fallen. Denn auch wenn immergrüne Nadelbäume im Prinzip winterhart sind, so haben sie als Mini-Gewächse in Töpfen nicht ganz so viel Schutz vor dem Frost. Schützen Sie die Wurzeln dann also am besten, indem Sie die Gefäße mit Vlies oder Jutesäcken einwickeln (zur Not geht auch Blasenfolie). Stellen Sie die Töpfe zudem auf eine wärmende Unterlage, wie eine Kokosmatte oder eine Holzscheibe. Alternativ ist auch eine Styroporplatte ein guter Schutz.

Weihnachtsstimmung auf Balkon & Co dank immergrüner Gehölze

Haben Sie nun einmal das zu Ihnen passende Zwerg-Nadelgeholz gefunden, ist dieses nicht nur ein hübscher Hingucker im dunklen Winter. Es ist vor allem auch ein wahrer Weihnachtsbote. Warum das so ist und wie Sie diesen Eindruck noch intensivieren können, das verraten wir Ihnen abschließend hier!

Tannengrün und Weihnachten – eine kleine Reise durch die Zeit

Der Weihnachtsbaum - ein immergrünes Nadelgehölz

Heute schmückt wohl jeder einen Weihnachtsbaum. Doch diese Tradition hat eigentlich nichts mit der christlich-biblischen Geschichte rund um das Fest der Liebe zu tun. In Wahrheit hat sie ihre Wurzeln in grauer Vorzeit, als Kelten und Germanen noch lebten. Diese sahen nämlich damals schon in immergrünen Gewächsen ein Symbol der Fruchtbarkeit, des Lebens und der Hoffnung. 

Um diese guten Eigenschaften in der kalten Jahreszeit zu bewahren, holten die Menschen sich (insbesondere zur Wintersonnenwende) die Nadelgehölze in die eigenen Häuser. Dort schmückten Sie Ihre Wohnungen damit oder auch später die Zweige, Äste und Bäume selbst. Gleichzeitig galt diese Handlung im Übrigen auch als Schutz vor bösen Geistern.

Dass wir noch heute so viel Freude beim Anblick eines geschmückten Weihnachtsbaums empfinden rührt also ursprünglich von einem heidnischen Brauch her. Dieser konnte sich über die Jahrhunderte behaupten und fand immer wieder Eingang in neue Traditionen, so auch dem christlichen Weihnachtsfest. Zum Glück, denn auch heute wissen wir die Schönheit der Nadelbäume zu schätzen.

Weihnachtliche Atmosphäre auf Terrasse und Balkon

Als Solitärpflanze machen die Zwerg-Bäumchen sicher eine gute Figur auf Balkon, Terrasse oder vor der Haustür. Aber auch in einer Gruppe aus mehreren Nadelgehölzen mit Heidekraut, Scheinbeeren oder Christrosen ergibt sich ein sehr harmonisches, atmosphärisches Bild. Das allein reicht manchem vielleicht schon als Schmuck für seinen Außenbereich.

Darf es aber doch etwas mehr sein, dann greifen Sie doch auch zu bunten Kugeln, hübschen Schleifen oder einer (outdoortauglichen!) Lichterkette. Achten Sie beim Schmücken darauf, dass bei den kleinen Pflanzen natürlich weniger mehr ist. Wenn Sie es eher naturnah mögen, können Sie auch kleine Meisenknödel selbst herstellen und damit die Gehölze behängen. Das lockt auch gleich noch überwinternde Gartenvögel an. 

Haben Sie noch Fragen zu immergrünen Gehölzen?

Wünschen auch Sie sich jetzt eines oder am besten gleich mehrere dieser niedlichen Miniatur-Nadelbäumchen für Ihren Balkon oder die Terrasse? Sind Sie sich aber vielleicht unsicher, welche Sorte für Ihren Standort geeignet ist? Oder haben Sie noch Fragen zur richtigen Pflege der Zwerg-Gehölze? Dann wenden Sie sich doch an die Mitarbeiter in unserem Gartencenter. Sie stehen Ihnen mit viel Know-How und tollen Tipps zur Seite.

 

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