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Gartenarbeit im April: So starten Sie in den Frühling

Wer im Sommer einen wunderschönen Garten haben möchte, muss jetzt richtig anpacken. Egal ob Garten oder Balkon bzw. Terrasse – es gibt genug zu tun! Aber wo beginnen? Wir bringen etwas Ordnung ins Chaos und erklären, welche Gartenarbeit im April wirklich wichtig ist.

Gartenarbeit – so wird’s draußen schön

Gartenarbeitim Frühling

Im Groben betrachtet handelt es sich bei den Gartenarbeiten im April vor allem um Aufräumarbeiten. Alles, was abgestorben, nicht mehr schön oder anderweitig nicht mehr zweckdienlich ist, muss spätestens jetzt entfernt, erneuert oder ergänzt werden. Wir erklären wie.

Rückschnitte und Co.

Damit Pflanzen und Keimlinge genug Licht und Luft bekommen, ist es wichtig, altes Laub und abgestorbene Pflanzenreste auf dem Boden zu entfernen. Dazu am besten alles vorsichtig mit einem Fächerbesen zusammenrechen. Dabei unbedingt darauf achten, dass keine frischen Austriebe beschädigt werden.

Um das Wachstum bzw. die Verzweigung der Pflanzen anzukurbeln, bekommen sie auch “obenrum” einen Schnitt. So wird zum Beispiel im April zum ersten Mal im Jahr der Rasen gemäht. Stauden werden von abgestorbenen Pflanzenteilen befreit, der Winterschutz (Vlies usw.) erst einmal entfernt. Dann können viele der Pflanzen einen kräftigen Rückschnitt bekommen, so zum Beispiel Lavendel, Ziersalbei, Rosen und Hortensien. Frühjahrsblühende Sträucher wie Forsythe sollten aber erst nach der Blüte geschnitten werden.

Teich säubern

Wer einen Gartenteich sein Eigen nennt, sollte auch hier jetzt klar Schiff machen. Dazu als erstes alle abgestorbenen Pflanzen(teile) aus dem Wasser sammeln. Aber Achtung: Unter Umständen haben bereits Frösche und andere Lurche gelaicht. Halten Sie also danach Ausschau und entfernen im Falle dessen die Pflanzen mit einigem Abstand dazu. Gibt es im Teich zudem technisches Equipment, können diese Anlagen nun auch wieder eingeschaltet werden – die Frostgefahr ist im April nicht mehr sehr hoch.

Um den Kompost kümmern

Kompost anlegen

Wer einen eigenen Garten hat, sollte unbedingt die Chance ergreifen und sich auch einen Kompost anlegen. Einen besseren Dünger als guten Humus gibt es fast nicht. Damit dieser entsteht, muss der Kompost aber wenigstens 2 Jahre verrotten. Es kann also nötig werden, einen zweiten Kompostplatz anzulegen, um dem ersten genug Ruhe zu gönnen. Man kann den Kompost aber auch einfach umsetzen, wobei der untere Teil nach oben und das Innere nach außen geschichtet wird. Das hilft ebenfalls beim Verrottungsprozess.

Ordentliche Beete

Für einen besonders aufgeräumten, klaren Eindruck Ihres Garten, sollten Sie einen scharfen Spaten in die Hand nehmen. Stechen Sie damit die Rasen- und Beetkanten ab. So wird sehr deutlich, was wohin gehört. Der April ist dafür der ideale Monat, denn jetzt ist der Boden meist trockener als im März, die Pflanzen sind aber noch klein und übersichtlich.

Der nächste Schritt ist meist Unkraut jäten. Keine Lieblingsaufgabe der meisten Gärtner. Darum empfiehlt sich danach eine ordentliche Mulchdecke aufzubringen (evtl. sogar mit Unkrautvlies darunter). Mulch besteht z.B. aus Holzhäckseln, Stroh, Grasschnitt und Rinde. Damit wird der Boden unter beispielsweise Sträuchern etwa 5 cm hoch bedeckt. Diese Schicht verdrängt Unkraut nachhaltig. Zudem wird auch sehr viel Wasser gespeichert. So entwickeln sich die Pflanzen meist sehr gut.

Von Bienen und Blumen

Bienen im Frühling

Insekten sind nicht immer nur lästige Mücken und Wespen – viele sind im Gegenteil sehr nützliche Tiere, weswegen sie auch den Titel “Nützlinge” tragen. Sie sorgen beispielsweise dafür, dass Blüten von Pflanzen und Bäumen befruchtet werden und wir im Sommer dann leckeres Obst ernten können. Außerdem halten Sie sogenannte Schädlinge (z.B. Blattläuse) in Schach, wodurch wir Menschen viel weniger Arbeit haben.

Nützlinge im Garten (dazu gehören u.a. Bienen, Hummeln, Schlupfwespen und Florfliegen) zu fördern ist also definitiv eine gute Idee! Dafür braucht es frühzeitig blühende Bäume, Sträucher, Stauden und Sommerblumen. Das sind beispielsweise Narzissen, Traubenhyazinthen und Schlehen. Im weiteren Verlauf folgen dann blühende Kräuter und Gewürzpflanzen, wie Kümmel, Beifuß oder Liebstöckel. Und auch einjährige Blütenpflanzen wie Ringelblume, Bienenfreund oder Schmuckkörbchen werden gern von Nützlingen besucht.

Pflanzen & säen

Jetzt ist alles aufgeräumt, dann kann es damit losgehen, den Garten wieder hübsch zu machen. Wünschen Sie sich neue laubabwerfende Gehölze, Immergrüne oder frische Schlingpflanzen in Ihrem Garten, können Sie diese noch ganz entspannt Anfang April setzen. Auch sommerblühende Stauden wie Phlox oder Margeriten gedeihen jetzt noch wunderbar bis zu ihrer Blütezeit. Zweijährige Pflanzen wie Stiefmütterchen und Bellis sind jetzt auch noch gut pflanzbar.

Balkon & Terrasse

Balkonpflanzen im Frühling

Nicht jeder hat einen üppigen Garten, doch die meisten haben wenigstens einen Balkon oder eine kleine, nette Terrasse. Diese gilt es jetzt ebenfalls fit für den Frühling zu machen. Dabei widmet man sich vor allem den Töpfen, Kübeln und Kästen.

Erde austauschen

Bevor auch nur ein neues Pflänzchen Einzug halten kann, sollte unbedingt die alte Erde in den Töpfen, Kübeln und Kästen ausgetauscht werden. Diese könnte nämlich über die Zeit Keime (z.B. von alten, kranken Pflanzen aus dem Vorjahr) angesammelt haben und die neuen, jungen Pflänzchen dann damit infizieren. Die Devise lautet darum am besten: Wechseln!

Hier nutzt man am besten vorgedüngtes Substrat. Dadurch können die Pflanzen später direkt alle wichtigen Nährstoffe herausziehen. Doch so ist der Vorrat schnell aufgebraucht, darum sollte man nach einigen Wochen und in regelmäßigen Abständen nachdüngen. Verfügt die Erde über einen gewissen Tonanteil, speichert sie außerdem besonders gut Wasser. Und Apropos Wasser: Eine kleine Drainage-Schicht in großen Pflanzgefäßen kann ebenfalls ratsam sein – falls diese bisher also fehlte, könnte man sie im Zuge des neuen Füllens gleich mit anlegen.

Kübelpflanzen ans Freie gewöhnen

Haben Sie noch Gefäße mit mehrjährigen Pflanzen, die auch in dieser Saison wieder auf Balkon oder Terrasse sollen? Dann können Sie diese ab April langsam wieder an die frische Luft gewöhnen. Stellen Sie sie unbedingt zunächst (ca. 1 Woche lange) an eine besonders gut vor Wind geschützte Stelle auf. Rücken Sie die Kübel nachts am besten nahe an die Hauswand, um hier noch abstrahlende Wärme auszunutzen. Und falls doch noch einmal Nachtfrost droht, schützen Sie sie die Töpfe mit Vliesen oder Zeitungspapier.

Robuste Sommerblumen einpflanzen

Balkonpflanzen im Frühjahr

Im April können schon einige Sommerblumen in Balkonkästen und Pflanzkübel gesetzt werden. Dazu zählen zum Beispiel Männertreu, Fleißige Lieschen, Pantoffelblumen, Veilchen, Verbenen und Begonien. Ein kleiner Zusatz mit speziellem Blühpflanzendünger sorgt für prachtvolle Ergebnisse. Geranien und Petunien sind etwas kälteempfindlicher und sollten darum besser gegen Ende des Monats erst gepflanzt werden. Für Exoten wie Zitrusgewächse, Oleander, Bougainvillea und Wandelröschen ist es im April aber definitiv noch zu frisch. Diese kommen erst später an die Reihe.

Einjährige Kletterpflanzen & Ziergräser säen

Sie lieben Kletterpflanzen? Dann haben wir einen Tipp: Ziehen Sie sich Ihre Schätze wie Duftwicken, Prunkwinden oder die Schwarzäugige Susanne schon jetzt im April auf der Fensterbank an. Geben Sie die Samen dazu in Töpfe mit spezieller Balkonpflanzenerde. Schon ab Mai können die Kleinen raus und werden Sie schnell mit wunderschönen Blüten verwöhnen. Die Pflanzen werden meist auch deutlich größer und höher, als jene, die gleich draußen eingesät wurden.

Sind Sie eher ein Fan von sich sanft im wind wiegenden Ziergräsern auf Balkon oder Terrasse? Dann ist jetzt aber auch dafür der richtige Zeitpunkt gekommen. Hier können Sie die Samen direkt in den Kübel geben – entweder als Monokultur oder aber durchsetzt mit einigen Sommerblumen. Je wärmer der April ist, desto schneller werden die Grassamen übrigens keimen.

Arbeiten für Garten, Balkon & Terrasse

Bevor Sie sich zurücklehnen können, gibt es noch zwei Dinge, die erledigt werden sollten. Beides ist sowohl im Garten, als auch auf Terrasse und Balkon fällig.

Fugen säubern

Zum einen gilt es die Steinfugen im Boden zu reinigen. Hier setzen sich mit der Zeit schnell Unkraut und Gras ab. Mit einem Abflammgerät entfernen Sie diese ungeliebten Gewächse schnell und bequem – allerdings nicht nachhaltig. Denn die Wurzeln bleiben bestehen. Ein Fugenkratzer ist mühsamer, aber dafür gründlich.

Einmal richtig ausgekratzt, sollten die Fugen mit speziellem Fugensand (zum Beispiel Dansand) gefüllt werden. Dieser enthält besondere Mineralien mit einem hohem pH-Wert, welcher wiederum das Unkrautwachstum hemmt.

Gartenmöbel aufstellen

Zugegeben, das ist wohl die leichteste Übung und kaum noch Arbeit. Dennoch sollten Sie einen prüfenden Blick auf Stühle und Tische werfen, ob noch alles funktionstauglich ist. Eine Runde Frühjahrsputz schadet zudem ebenfalls nicht. Kunststoffmöbel dabei am besten nicht mit scharfen Reinigern abschrubben – dadurch wird das Material angegriffen und die Haltbarkeit eingeschränkt. Besser einfach Wasser mit etwas Spülmittel oder einem kleinen Spritzer Essig nutzen. Holzmöbel freuen sich nach einer Reinigung mit Wasser über eine Runde Pflege mit Öl.

Sie haben noch Fragen?

Sind Sie sich noch unsicher, ob eine bestimmte Pflanze bereits jetzt ins Beet sollte? Oder suchen Sie nach geeignetem Werkzeug für Ihre Gartenarbeit im April? Dann wenden Sie sich doch an die Mitarbeiter in unserem Gartencenter. Sie stehen Ihnen mit viel Know-How und tollen Tipps zur Seite.

 

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