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Insektenfreundliche Herbstblumen auf Balkon & Terrasse

Bienen und Blüten – das ist so eine Sache. Generell summt und brummt es ja heutzutage viel zu wenig in unseren Gärten. Darum nutzen viele wieder verstärkt Pflanzen, die den Nützlingen schmecken. Aber häufig hilft das nur im Frühjahr und Sommer. Doch es braucht auch insektenfreundliche Herbstblumen auf Balkon, Terrasse und Co. Wir geben Ihnen Tipps!

Bienenweiden auch im Herbst wichtig

Insektenfreundliche Herbstblumen

Im Frühling freuen wir uns, wenn die ersten hübschen Schmetterlinge wieder durch den Garten flattern. Schnell kommen auch Bienen und Hummeln dazu und schon wird das ein geschäftiges Treiben und Summen in unseren Beeten. Doch tatsächlich sind die kleinen Insekten ab Juli meist besonders intensiv unterwegs, weil sie kaum noch Nahrung finden. Denn obwohl es noch Hochsommer ist, sind schon viele Blumen verblüht. Nektar und Pollen sind nun Mangelware.

Das ist vielen Hobbygärtnern gar nicht so bewusst. Doch zum Glück gibt es viele Optionen, die man in seinem Garten auch jetzt noch unterbringen kann. Denn häufig sind die prächtigen Herbstblumen auch gleichzeitig eine tolle Bienenweide. Und so haben alle etwas davon: Die Insekten finden auch im August und September noch genügend Nahrung, während wir uns an den leuchtenden Farben der Blüten erfreuen können.

Welche insektenfreundlichen Herbstblumen gibt es?

Eigentlich scheint es erst einmal kaum Einschränkungen zu geben. Allerdings ist die wohl wichtigste Regel, wenn man wirklich eine Herbstbepflanzung für Bienen und Co. vornehmen will, dass man möglichst auf gefüllte Blumen verzichtet. Diese sind so gezüchtet worden, dass sie viel mehr Blütenblätter haben und dadurch kaum noch Nektar produzieren bzw. die Insekten an diesen nicht mehr herankommen. Darum gilt immer: ungefüllte Sorten nutzen!

Chrysanthemen

Chrysanthemen - insektenfreundliche Herbstblumen

Gesetzt dem Falle, dass die Stauden wie eben erwähnt ungefüllt sind, stellen sie wohl eine der üppigsten Nahrungsquellen für Insekten im Herbst dar. Die zur Familie der Korbblütler gehörende Pflanze ist aber ohnehin ein wahrer Klassiker für diese Jahreszeit. Ihre wundervoll knalligen Blüten gibt es in vielen Farbvarianten. Sie hat einen halbkugeligen, dichten Wuchs und blüht sehr ausdauernd bis in den Frost hinein.

Sie kann im Beet stehen, macht sich aber eben auch wunderbar auf dem Balkon oder der Terrasse. Am besten setzt man sie solitär in einen Kübel bzw. Topf. Soll sie doch Gesellschaft bekommen, eignen sich Gräser wunderbar. Auch mit der Japan-Anemone oder Herbstastern lässt sie sich harmonisch kombinieren.

Fetthenne

Dass das eigentlich zu den Sukkulenten gehörende Dickblatt auch eine tolle Blüte hat, vergessen viele. Doch die schirmförmigen Blütenteller sind eigentlich sehr beeindruckend und zudem auch wahnsinnig beliebt bei Bienen und Co. Beim Aufblühen im August sind sie erst zart weiß-grün und färben sich dann mit der Zeit zu einem kräftigen Purpurrot um. Bis Anfang Oktober können sich dann die Insekten an ihnen laben.

Aber auch nach der Blütezeit bringt die Fetthenne mit ihren fleischigen Blättern Struktur an ihren – im Idealfall sonnigen – Standort. Sie gedeiht prima im Beet, ist aber auch gerade im Balkonkasten ein toller Blickfang. Die Wuchshöhe beträgt meist 25 bis 45 cm und braucht frühestens im Frühjahr gekürzt zu werden.

Grönland-Margerite

Wer eine wirkliche Bienenweide sucht, der braucht diese Pflanze unbedingt! Die Grönland-Margerite hat zauberhafte weiße Strahlenblüten mit gelben Augen, welche uns Menschen entzücken und die Insektenmägen füllen. Die Zierpflanze ist absolut robust, da sie ursprünglich aus arktischen Regionen stammt und blüht von Oktober bis November.

Durch ihre relativ geringe Wuchshöhe mit 20 bis 30 cm lässt sie sich prima auch in einem Pflanztopf kultivieren. Wunderbare Nachbarn bilden dabei die eben erwähnte Fetthenne, aber auch Astern, vor allem Kissen-Astern, passen hervorragend dazu.

Stiefmütterchen und Hornveilchen

Herbstblumen - Hornveilchen

Hier streiten sich die Geister ein wenig, ob man die Stiefmütterchen wirklich als bienenfreundlich bezeichnen kann. Manche sagen nämlich, dafür bildet sie zu wenig Nektar. Aber dennoch ist sie im mageren Herbst zusammen mit dem Hornveilchen eine Nahrungsquelle. Zudem bringt sie tolle Farbakzente in Lila und Pink, aber auch Weiß.

Am besten stehen Stiefmütterchen und Hornveilchen in Kübeln oder Töpfen zu mehreren. Sie haben gern Gesellschaft von Pflanzen wie Silberblatt oder eleganten Gräsern, etwa dem Seggen. Wenn der Standort gut geschützt ist, können einige Sorten sogar bis in den Winter hinein blühen!

Weitere insektenfreundliche Herbstblumen

Neben den bis hierhin genannten Blumen gibt es noch eine Reihe weiterer Pflanzen, die ideal für Insekten in dieser Jahreszeit sind. Allem voran sind das die Heide-Gewächse, aber auch hier nur die ungefüllten. Auch Astilben, Herbst-Anemonen, Funkien und Phlox werden gern von Insekten angeflogen. Sonnenhut, Sonnenbraut und Sonnenblumen sind ebenso beliebt.

Manche Kräuter sind auch noch einmal in diesen Wochen zu einer Blüte fähig. Klee gehört auf jeden Fall dazu, aber auch Borretsch. Lavendel ist im Hochsommer schon ein absoluter Hot Spot für Insekten. Schneidet man ihn rechtzeitig, treibt er erneut aus und kann somit auch im Herbst Nektar bieten.

Exkurs: Liebesperlenstrauch

Liebesperlenstrauch - Herbstblumen

Zwar nicht primär wichtig für Insekten, ist aber auch ein Gewächs wie der Liebesperlenstrauch eine Empfehlung. Denn dieser bringt mit seinen purpurfarbenen und violetten Beeren nicht nur eine wirklich schöne Optik in den Garten, diese sind auch ein gutes Futter für viele einheimische Vogelarten, etwa Meisen oder Drosseln. Die Früchte wachsen ab dem Spätsommer bis weit in den Winter hinein.

Sie können den auch als Schönfrucht betitelten Strauch prima als Solitär in einem Pflanzkübel setzen. Stellen Sie gleich mehrere nebeneinander in eine Gruppe, ergibt das einen tollen Sichtschutz.

So gedeihen die Herbstblumen richtig

Damit Sie – und die kleinen Besucher – lange etwas von der schönen neuen Herbstbepflanzung haben, wollen wir Ihnen nun noch einige Tipps zur Pflege der Blumen geben. Da die Pflanzen im Beet meist wenig Pflege brauchen, konzentrieren wir uns auf Balkon und Terrasse. Hier ist zum einen das Pflanzgefäß selbst entscheidend, aber auch der richtige Umgang mit ihm.

Herbstbepflanzung im Kübel

Zunächst einmal ist die Größe des Pflanzkübels wichtig. Dieser sollte durchaus etwas größer sein. Denn je mehr Erdvolumen vorhanden ist, desto besser sind die Wurzeln später vor Frost geschützt. Außerdem sollte das Topf-Material winterhart sein und im Boden mindestens ein Loch als Wasserablauf haben. Der innere Aufbau empfiehlt sich wie folgt:

  1. Legen Sie eine Tonscherbe über das Loch im Boden. So ist es vor Verstopfungen gut geschützt.
  2. Geben Sie darüber ca. 5 cm hoch eine Drainageschicht zum Beispiel aus Blähton. So entsteht keine Staunässe.
  3. Die restliche Höhe kann mit normaler Blumenerde aufgefüllt werden. Es braucht keinen zusätzlichen Dünger.

Herbstblumen richtig pflanzen

Herbstblumen richtig pflanzen

Das Schöne an der Herbstbepflanzung: Selbst für Kurzentschlossene ist noch genug Zeit. Denn die Gewächse sind so vorgezogen, dass sie auch bei einem Setzen zwischen August bis Oktober noch genug Zeit haben, um ordentlich vor dem Winter einzuwurzeln. Dabei können sie auch sehr dicht aneinander gepflanzt werden, denn viel wachsen werden sie nicht mehr und kommen sich so auch nicht weiter ins Gehege. Optisch ergibt das außerdem direkt ein harmonisches Bild.

Am besten sollten Sie die Pflanzen aus den Untertöpfen herausholen und einmal gut in Wasser tauchen, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. So saugt sich der Wurzelballen gut voll. Dann ab in die Erde, die Pflanztiefe dabei entsprechend der bisherigen wählen. Beginnen Sie mit der höchsten Pflanze. Platzieren Sie den Topf oder Kübel dann an seinen endgültigen Standort und gießen ihn erst im Anschluss ordentlich. So wird das Gefäß nicht zusätzlich durch das Wasser beschwert.

Die weitere Pflege der Herbstpflanzen

Im Anschluss ist kaum noch etwas zu tun. Solange das Wetter einigermaßen warm und trocken ist, müssen die Gewächse wie gewohnt gegossen werden. Je kälter es wird, desto weniger braucht es dann aber Wasser. Allerdings dürfen die Erdballen nie komplett austrocknen. An frostfreien, trockenen Tagen also mäßig gießen. Es darf keine Staunässe entstehen!

Wird es wirklich sehr kalt und die Kübel sollen aber draußen bleiben, können Sie die Erde zum einen mit natürlichem Dämmmaterial wie z.B. Pinienrinde abdecken. Das schützt zusätzlich auch vor dem Austrocknen. Zudem empfiehlt sich ein geschützter Standort, nahe an der Hauswand. Ein Vlies sollte zusätzlich in kalten Nächten um die Töpfe und blühenden Pflanzen gewickelt werden.

Haben Sie noch Fragen zu insektenfreundlichen Herbstblumen?

Haben auch Sie ein Herz für Bienen, Hummeln und Co. und wollen den kleinen Nützlingen gern eine Nahrungsquelle bieten? Sind Sie sich allerdings unsicher, welche Herbstblumen wirklich dafür geeignet sind oder wie man sie pflegt? Dann wenden Sie sich doch an die Mitarbeiter in unserem Gartencenter. Sie stehen Ihnen mit viel Know-How und tollen Tipps zur Seite.

 

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