• 1

Weihnachtskaktus und Co.: Winterblüher als Zimmerpflanzen

Das schöne an Zimmerpflanzen ist doch, dass sie uns Blütenpracht und Freude schenken, wenn draußen alles schon welk und grau ist oder sich im Winterschlaf befindet. Gerade um die Weihnachtszeit sind die winterblühenden Zimmerpflanzen das beste Mittel gegen den Blues der dunklen Jahreszeit. Wir stellen unsere Top vier der fröhlichen, farbenfrohen und festlichen Winterblüher vor!

Die schlanke Schönheit: Amaryllis

Amaryliss - winterblühende SChönheiten

Kaum eine Zimmerpflanze ist wohl so imposant wie die Amaryllis. Ihr hoher, schlanker Stängel mit den prachtvollen, sternförmigen Blüten (daher auch ihr anderer Name: Ritterstern) strahlen so viel Eleganz und Festlichkeit aus, dass es kein Wunder ist, dass sie zu Weihnachten so beliebt sind! Hinzu kommt aber auch der wirklich geringe Pflegeaufwand, den die Knollen mit sich bringen. Eine wirklich traumhafte Zimmerpflanze!

So sieht die prachtvolle Amaryllis aus

Wenn man die Pflanze kauft, so besteht sie meist nur aus einer überdurchschnittlich großen, dicken Knolle, aus der ein verhältnismäßig kleiner Stiel herausschaut. Doch kaum, dass die Pflanze in die Erde und an ihrem Standort angekommen ist, legt sie los: Binnen weniger Wochen schießt der Stängel geradezu in die Höhe und bildet an seiner Spitze mehrere Blütenknospen aus.

Erblüht die Amaryllis dann, so öffnen sich die mächtigen Knospen trichterartig und entfalten sich zu Sternen. Diese erstrahlen in ganz unterschiedlichen Farben, zum Beispiel in einem samtigen Dunkelrot oder einem reinen Schneeweiß. Auch zweifarbige, gefüllte oder gefranste Blütenblätter kommen vor. Und an dieser Pracht kann man sich dann bis zu 8 Wochen erfreuen!

Pflegetipps für den Ritterstern

Das beste an dieser winterblühenden Zimmerpflanze ist wohl, dass man fast nichts tun muss. Der Standort ist wichtig – er sollte hell und warm sein, aber keine direkte Sonne aufweisen. Während der Stängel austreibt, sollte die Pflanze immer mal wieder gedreht werden, damit der Stiel gerade wächst. Hat er eine Höhe von 20 cm erreicht, sollte das Gießen zwar noch immer regelmäßig, aber sparsam erfolgen (alle 2-3 Tage). Ansonsten schießt der Stängel immer weiter in die Höhe und wird instabil.

Sind die Blüten dann welk, können sie vorsichtig abgeschnitten werden. Erst jetzt bildet die Pflanze langsam Blätter. Dann kann der Blütenschaft auf ca 10 cm eingekürzt werden und trocknet später weg. In dieser Form kann die Amaryllis im Sommer sogar ins Freie gestellt werden, sollte aber ab Ende August/Anfang September an einem kühlen Ort im Haus platziert werden. Ab Oktober wird sie nur noch so weit gegossen, dass die Wurzeln nicht austrocknen. Die Pflanze ruht sich nun etwa 6 Wochen lang aus. Dann kommt sie wieder an ihren warmen, hellen Platz und wird erneut in Windeseile wachsen und erblühen!

Amaryllis zu Weihnachten

Winterblüher - Deko

Es gibt eine besondere Art der Präsentation, die gerade für die Weihnachtsdeko eine große Rolle spielt. So werden die Knollen vor dem Verkauf nämlich in eine Nährlösung getaucht und danach mit einer Wachsschicht versiegelt. Diese Amarylliszwiebeln müssen dann gar nicht mehr in die Erde und auch nicht weiter gegossen werden. Sie stehen einfach von selbst und können so ihre ganze prachtvolle Eleganz auch mitten in der Tischdeko verbreiten! Wenn die Festtage bzw. die Blütezeit dann vorbei ist, befreit man die Zwiebeln einfach nur von ihrer Wachsschicht und kann sie in durchlässige Pflanzerde eintopfen.

Nicht in Bethlehem, sondern auf dem Fensterbrett: Weihnachtsstern

Weihnachtsstern - winterblühende Zimmerpflanze

Als Mitbringsel in der Weihnachtszeit bekommt man ihn bestimmt ab und an einmal: Den Weihnachtsstern. Doch wussten Sie, dass die ursprünglich aus Mexiko stammende Pflanze mit den vermeintlich riesigen, meist roten Blüten, in Wahrheit ein kleiner Schwindler ist? Nichtsdestotrotz gehört er zu den beliebtesten, winterblühenden Zimmerpflanzen.

Die wunderschöne Täuschung des Weihnachtsstern

Wir kennen ihn alle: Grüne Laubblätter und dann große, sternförmige Blüten in rot. Aber Halt! Hier ist schon der Fehler: Denn tatsächlich handelt es sich auch bei den bunten Blättern um normales Laub und nicht um die Blüten. Die sogenannten Brakteen (höherstehende und anders gefärbten Laubblätter) reihen sich um kleine, unscheinbare Kügelchen in der Mitte – den eigentlichen Blüten!

Weihnachtssterne sind am beliebtesten in Rot oder Cremeweiß, da das sehr gut zu den klassischen Festfarben passt. Allerdings erstrahlen die Brakteen heutzutage auch gern mal in Gelb, Lachsrosa, Orange, Bordeaux oder Pink. Es gibt sogar zweifarbige Züchtungen.

So gedeiht der Weihnachtsstern

Die richtige Behandlung beginnt bereits beim Kauf bzw. dem Transport der Pflanze nach Hause. Denn hier sollte sie unbedingt mit einer Schicht Papier vor der kalten Winterluft geschützt werden. Immerhin ist der Weihnachtsstern ein Geschöpf aus Mittelamerika. Er mag es hell, warm und bitte ohne Zugluft! Dafür braucht er auch nicht viel Wasser: Das zimmerwarme Gießwasser (einmal im Monat gern auch mit etwas Flüssigdünger angereichert) muss nur alle paar Tage verabreicht werden, sodass die Wurzeln nicht austrocknen, aber auch keine Staunässe entsteht.

Nach der Blütezeit (ca. 4-6 Wochen) im Frühjahr kann der Weihnachtsstern dann zurückgeschnitten und umgetopft werden. Alle Blüten und Brakteen müssen dabei entfernt werden. Dann weiter mäßig gießen und ab und an etwas düngen. Im Herbst dann muss die Lichtzufuhr reduziert werden: 12 bis 14 Stunden sollte der Weihnachtsstern dann dunkel stehen. So regt man die Pflanze an, wieder neue Blüten und die prachtvollen Brakteen auszubilden. Pünktlich zum Advent dann erfreut sie uns dann mit ihrem beeindruckendem Äußeren.

Der Weihnachtsstern im Advent

Im Normalfall sind die Pflänzchen halbhoch und somit ideal als Topfpflanze auf dem Fensterbrett. Hier machen sie solo, aber auch mit einer kleinen Lichterkette um den Topf herum eine gute Figur. Es gibt sie außerdem als Mini-Pflänzchen oder als Hochstämmchen. Während die Stämmchen zwar elegant, aber als Zimmerpflanze eher untypisch sind, eignen sich gerade die Mini-Töpfchen als Highlights auf dem Adventskaffeetisch oder als lebende Deko auf der Festtagstafel!

Bestechend hübsch: Weihnachtskaktus

Weihnachtskaktus - ein Winterblüher

Auch diese winterblühende Zimmerpflanze hat eigentlich nur wenig mit dem Fest der Liebe zu tun. Einzig die Blütezeit der exotischen, aus dem brasilianischen Regenwald stammenden Pflanze war der Grund für ihren Namen. Doch genau diese kommt genau zur richtigen Zeit und beglückt uns in der dunklen Jahreszeit mit ihrem Farbenreichtum!

Perfekt in der Blumenampel: Der Weihnachtskaktus

Auch wenn die Schlumbergera (wie der Weihnachtskaktus eigentlich heißt) tatsächlich zu den Kakteengewächsen gehört, muss keiner Angst vor fiesen Nadelstichen haben. Das bis zu 40 cm große Pflänzchen hat nämlich nur harmlose Borsten an seinen herabhängenden, mehrgliedrigen Trieben.

An deren Enden entstehen im Herbst zahlreiche Knospen, welche sich dann zwischen November und Januar öffnen. Die Blüten in weiß, rosa, rot, orange oder gelb wirken schon fast orchideenhaft.

Den Weihnachtskaktus richtig pflegen

Auch hier ist zunächst der richtige Standort entscheidend: warm, hell bis halbschattig, aber ohne direkte Sonne ist perfekt. Wenn die ersten Knospen erscheinen, darf der Topf nicht mehr gedreht oder umgestellt werden, da die Pflanze sonst die Blüten abwirft! Das Gießen sollte so erfolgen, dass die Erde niemals austrocknet, aber auch keine Staunässe entsteht. Am besten nutzt man Regenwasser oder gut abgestandenes Leitungswasser. Alle drei Wochen darf etwas Flüssigdünger beim Gießen verabreicht werden. Zusätzlich mag der Kaktus auch ein regelmäßiges Besprüht-werden mit kalkarmen Wasser. Dann fühlt es sich buchstäblich ganz wie zuhause.

Nach der Blütezeit darf die Pflanze an einen halbschattigen Platz, gern auch ins Freie. Doch spätestens im Herbst sollte man ihn dann an einen kühlen Ort stellen, um die Blütenproduktion anzuregen. Der Weihnachtskaktus fängt damit nämlich erst ab einer durchschnittlichen Temperatur zwischen 23 und 10°C an. Dann sollte man ihn auch weniger gießen und nicht mehr düngen!

Ans Umtopfen muss erst gedacht werden, wenn der Topf von den Wurzeln ausgefüllt ist. Es sollte immer nach der Blütezeit erfolgen. Ein Schneiden ist hingegen nahezu gar nicht nötig. Nur wenn die Pflanze zu groß wird, können einige mehrgliedrige Triebe vorsichtig abgetrennt werden, um das Gewächs etwas auszudünnen. Steckt man diese übrigens wieder in die Erde, so wächst bald ein neuer Weihnachtskaktus!

Dekorativer Weihnachtskaktus

Da das Gewächs hängende Triebe hat, eignet es sich besonders gut für Blumenampeln. Haben Sie schon einmal daran gedacht, auch diese in Ihre Festtagsdeko einzubinden? So kann zum Beispiel eine Lichterkette um den freischwingenden Topf gebunden werden. Wenn der Kaktus dann richtig lange Äste gebildet hat, schimmert das Licht geheimnisvoll zwischen ihnen hervor!

Langjährige Freu(n)de: Zimmerazalee

Zimmerazalee

Sie lieben Rhododendren? Dann sollten Sie sich unbedingt eine Zimmerazalee zulegen! Denn diese winterblühende Zimmerpflanze holt den Zauber der großen Sträucher in die heimischen vier Wände. Bei richtiger Pflege hat man bis zu 30 Jahre Freude an ihnen.

Asiatische Schönheit

Ursprünglich kommt die Zimmerazalee aus asiatischen Bergwäldern und bevorzugt ein feucht-kühles Klima. Die hübschen Blüten erstrahlen zwischen September und April in allen Farbnuancen von Weiß, Rosa, Rot bis Violett. In ihrer Form sehen sie den großen Rhododendren sehr ähnlich. Ihr Laub hingegen ist viel kleinblättriger. Einige Zimmerazaleen werden sogar als kleine Bonsais kultiviert, wodurch der Asia-Stil perfektioniert wird.

Pflegetipps für die Zimmerazalee

Ein kühler Standort (zwischen 15 bis 18°C) ist ideal und sorgt für eine lange Blüte. Die Zimmerazalee mag es hell bis halbschattig – direkte Sonne hingegen bekommt ihr weniger gut. Auch Heizungsluft oder sehr viel Wärme abstrahlende Geräte sollte man von ihr fernhalten. Das Gießen sollte regelmäßig erfolgen, damit die Erde nicht austrocknet. Es darf aber keine Staunässe entstehen. Unbedingt auch die Blätter ansprühen. Da die Zimmerazalee Kalk nicht gut verträgt, sollte man kalkfreies Wasser oder Regenwasser nutzen!

Wenn man während der Blühphase welke Blüten entfernt, besteht eine Chance, dass neue Knospen nachtreiben. Während dieser Zeit und in der mehrwöchigen Ruhephase danach sollte man die Pflanze aber nicht düngen. Ein Zurückschneiden erfolgt auch erst danach. Dann können die Zweige etwa einen halben Zentimeter unterhalb des Blütenansatzes gestutzt werden. Auch das Umtopfen findet besser nach der Blüte statt. Dabei am besten zu Rhododendronerde greifen, da das saure Substrat der Zimmerazalee am besten schmeckt.

Zimmerazalee im Advent?

Auch wenn ihre Blütenpracht gerade in dieser Zeit des Jahres unsere Zimmer erfreut, hat sie eigentlich wirklich nichts mit Weihnachten zu tun. Sie gehört auch nicht in die typische Adventsdeko und ist darum eher ein Winterblüher als ein Weihnachtsgewächs. Nichtsdestotrotz verbreiten gerade die weißen oder roten Zimmerazaleen aufgrund der traditionellen Farben natürlich einen gewissen, festlichen Flair auf dem Fensterbrett.

Sie haben Fragen zu winterblühenden Zimmerpflanzen?

Ob Amaryllis, Zimmerazalee, Weihnachtskaktus oder Weihnachtsstern – das sind nur einige der zahlreichen und wunderschönen Winterblüher. Haben Sie noch Fragen zu unseren Top 4 oder anderen Zimmerpflanzen? Dann wenden Sie sich an unsere Mitarbeiter im Gartencenter. Sie stehen Ihnen jederzeit mit kompetenten Antworten und wertvollen Tipps zur Seite. 

 

Hier finden Sie weitere interessante Beiträge:

Amaryllis - Pflegeleichte Schönheiten im Winter

Pflegeleichte Pflanzen

Gehört einfach zusammen: Weihnachten und Weihnachtssterne


 

Jetzt anmelden


So finden Sie uns

Parkstraße 8, 82061 Neuried / München


Kontakt / Öffnungszeiten

Parkstraße 8
82061 Neuried / München
Tel: 089 / 759 697-0
Fax: 089 / 759 697-67

Mo-Fr: 09:00 - 19:00 Uhr
Sa: 09:00 - 18:00 Uhr

gartencenter@pflanzen-ries.de 

 

Folgen Sie uns: 

    

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung
Weitere Informationen Ok