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Leckere Pflanzen: Cocktails, Tees & Limonade selbst gemacht

Der Trend geht zum Eigenanbau. Denn ob Kräuterschnecke, Obstbäumchen oder Gemüsegarten – diese Ernte schmeckt einfach viel besser, als aus dem Supermarkt. Doch nicht nur Kochen lässt sich damit wunderbar. Wir stellen Ihnen vier Pflanzen vor, die sich ideal eignen, um damit leckere Cocktails, Tees und Limonade selber machen zu können.

Ingwer – die scharfe, frische Wurzel

Ingwer selber ziehen

 

Er steckt voller ätherischer Öle, Vitamin C und wertvollen Mineralstoffen wie Eisen, Calcium oder Magnesium: der Ingwer. Ursprünglich stammt die Pflanze wohl aus dem (sub-)tropischen Raum wie z.B. Sri Lanka oder auch China. Aber die Knolle lässt sich auch prima selbst ziehen. Das Frühjahr ist der perfekte Zeitraum, um damit anzufangen.

Ingwer im Topf kultivieren

Nutzen Sie am besten eine Bio-Knolle und schneiden Sie von ihr ein ca. 5 cm langes Stück ab. Legen Sie dieses Stück über Nacht in etwas lauwarmes Wasser. Füllen Sie dann einen Topf mit ⅔ nährstoffreicher Erde. Darin legen Sie das kleine Ingwerstück mit der Schnittkante nach unten hinein.

Bedecken Sie alles locker mit Erde, sodass sich eine etwa 2 cm dicke Schicht über dem Knollenstück befindet. Nun müssen Sie nur noch die Erde feucht halten (am besten mit einer Sprühflasche regelmäßig einsprühen). Einen kleinen Spross werden Sie nach wenigen Wochen entdecken können.

Ingwer pflegen und ernten

Stellen Sie den Topf am besten an einen hellen, warmen Standort, wo er aber keine direkte Sonneneinstrahlung abbekommt. Um eine gleichbleibende Luftfeuchtigkeit zu erzeugen, können Sie auch eine Folie über den Topf legen. Regelmäßiges Befeuchten, ohne dass Staunässe entsteht ist nun entscheidend. Dann werden sich nach einigen Wochen kleine grüne Triebe zeigen. Es braucht insgesamt etwa 2-3 Monate, bis sich die ersten Blätter ausgebildet haben.

Wenn Sie bemerken, dass die an Bambus erinnernden Blätter sich langsam gelblich färben – meist im Herbst der Fall – dann ist der Ingwer erntereif. Graben Sie die Knolle vorsichtig aus, dann werden Sie sehen, wie eifrig sie in den vergangenen Monaten gewachsen ist. Die Wurzel ist direkt einsatzbereit und kann weiterverarbeitet werden. Aber behalten Sie sich doch ein wenig übrig, damit Ihre kleine Ingwer-Zucht weiterlaufen kann!

Teeminze – frisch und ergiebig

Minze selber zuechten

Eigentlich gibt es gar nicht die eine Teeminze. Im Gegenteil: Sie können aus zahlreichen verschiedenen Sorten wählen. Die beliebteste ist sicherlich die Pfefferminze mit ihrem kräftigen Aroma. Aber gerade für aufgebrühte Tees empfehlen wir auch die Marokkanische Minze oder die Apfelminze. Das Schöne an diesen Pflanzen ist: Sie sind alle sehr robust und auch gut im Topf kultivierbar.

Minze selber ziehen

Minzpflänzchen haben ein einnehmendes Wesen. Das bedeutet: Über Wurzelausläufer breiten sie sich im Beet schnell unkontrolliert aus. Um das zu vermeiden, empfehlen wie das Einpflanzen in einem Topf ohne Boden – oder direkt das Kultivieren in einem großen Pflanzkübel. Stecklinge können Sie dabei selbst anziehen und dann in nährstoffreiches, lockeres Substrat setzen.

Richtig ernten!

Der Clou bei der Teeminze ist tatsächlich der Erntezeitpunkt. Denn dieser ist heikel und sollte mit Bedacht gewählt werden. Blüht die Minze schon, werden die Blätter bitter. Scheint zu viel Sonne, verlieren sie ihr Aroma. Darum sollten Sie einen Tag wählen, wenn die Blüte kurz bevorsteht, es zuvor nicht geregnet hat, die Sonne aber auch nicht brütend am Himmel steht.

Zupfen Sie dann nicht einfach irgendwelche Blätter einzeln von den Trieben. Schneiden Sie besser mit einer scharfen, sauberen Schere ganze Stängel ab. Ernten Sie die Pflanze zudem nicht komplett ab, sondern lassen Sie mindestens ein Blattpaar stehen. So kann sie wieder neu austreiben. Ernten Sie außerdem sortenrein, das heißt: nicht verschiedene Minz-Sorten wild zusammen mischen!

Grüner und schwarzer Tee – heiß und aromatisch

Teepflanze selber anbauen

Teepflanzen sind eigentlich lange Zeit nicht in unseren Breitengraden kultivierbar gewesen. Doch inzwischen gibt es Sorten, die sogar bis zu -10°C winterhart sind. Somit ist es kein Problem mehr, sich seinen eigenen Tee anzubauen und bei Bedarf individuell zu ernten.

Teepflanze – so gedeiht sie

Wie bereits gesagt: Teepflanzen lassen sich inzwischen problemlos auch ins Beet setzen. Wenn Sie aber auf Nummer Sicher gehen wollen, kann das Gewächs auch gut in einem Pflanzkübel kultiviert werden. Dieser sollte aber einen Durchmesser von wenigstens 40 cm haben, denn Teepflanzen können gut und gerne bis zu 1,5m hoch werden. Um diese Größe zu erreichen, braucht die Pflanze einen hellen, warmen Standort sowie eine lockere, durchlässige Bioerde, die am liebsten und regelmäßig mit kalkfreiem Wasser angefeuchtet wird.

Tee rund ums Jahr

Das Schöne an der Teepflanze ist, dass man sie ganzjährig ernten kann. Die Pflanze an sich wächst relativ langsam (ca. 10 cm pro Jahr), sodass Sie lange Freude mit ihr haben werden. Allerdings brauchen Sie wahrscheinlich auch mehrere Pflanzen, um eine Tasse Tee aufbrühen zu können. Geerntet werden immer nur die Blattknospen sowie die obersten, jungen zwei bis drei Blätter.

Übrigens kann die gleiche Pflanze schwarzen oder grünen Tee ergeben. Der Unterschied ist nämlich in der Verarbeitung danach zu finden. Werden die Blätter nach dem Ernten gerollt, damit die Zellwände aufbrechen, können Sauerstoffmoleküle eindringen und reagieren mit bestimmten Enzymen zu einem Gärungsprozess. Danach werden die Blätter stark getrocknet – es entsteht der sehr aromatische schwarze Tee. Beim grünen Tee wird diese Oxidation in den Blättern verhindert. Die Blätter werden direkt nach dem Pflücken ganz kurz sehr stark erhitzt. So verdampfen die Enzyme und die Ernte bleibt grün.

Zitrusfrüchte – Sommerlaune in Obstform

Zitrusbäumchen: Rote Limette

Im Sommer verbreiten Sie draußen auf Terrasse und Balkon einen wundervollen mediterranen Flair: Zitrusstämmchen. Die zahlreichen Sorten wie Mandarinen, Limetten, Zitronen oder auch Orangen sind abwechslungsreich und einfach lecker.

Zitrusbäume im Topf

Tatsächlich sind Zitruspflanzen inzwischen gar nicht mehr so unüblich in unseren Breitengraden. Gerade im Pflanzkübel kann man sie im Sommer draußen stehen haben und sie zum Überwintern einfach ins Haus holen. Sie lieben die Sonne und müssen in der Vegetationsphase nur etwa einmal pro Woche gegossen werden. Allerdings empfiehlt sich ein regelmäßiges Düngen mit einem speziellen Zitrusdünger. Denn die Nährstoffe sind im Topf schnell verbraucht.

Eine eigene Anzucht aus Kernen ist übrigens möglich, aber natürlich deutlich aufwendiger, als sich bereits kleine Bäumchen aus dem Fachhandel zu kaufen. Dort können Sie sich auch relativ sicher sein, dass die Stämme wirklich Früchte tragen. In der heimischen Aufzucht könnte es leicht passieren, dass Sie einen sterilen Kern erwischen und dieser zwar ein Pflänzchen schiebt, aber auf eine Ernte lässt sich nur warten.

Wann ist mit einer Ernte zu rechnen?

Haben Sie alles richtig gemacht, dann kommt es natürlich auf die jeweilige Art der Zitruspflanze an. Die meisten werden aber reif, wenn es bei uns Herbst oder Winter ist. Sie erkennen den Reifegrad daran, dass die Früchte sich endlich gelb oder orange verfärben und bei einem leichten Druck auf die Schale nachgeben. Pflücken Sie diese nicht einfach, sondern schneiden Sie sie am besten vorsichtig ab. So beschädigen Sie weder Baum noch Frucht.

Einfach lecker: 4 Ideen, um Cocktails, Tee und Limonade selbst zu machen

Ingwer, Minze und Co. kennen wir aus vielen exotischen Gerichten. Sie bringen Würze und viel Aroma mit sich. Doch gerade für Getränke-Kompositionen eignen Sie sich einfach hervorragend. Wir haben vier leckere Ideen, mit denen Sie erfrischt in die warme Jahreszeit starten können.

1. Minzwürfel – der Frischekick!

Minze im Eisürfel

Eigentlich ist es kein richtiges Getränk, aber die Idee ist einfach zu clever. Zaubern Sie Ihre selbst geerntete Minze einfach zu kleinen Eiswürfeln. Dazu die Blättchen erst gut waschen und dann klein schneiden. Portionieren Sie die Minze dann gleichmäßig in die Fächer einer Eiswürfelschale. Vorsichtig mit Wasser auffüllen und ab in die Gefriertruhe – fertig sind die Minzwürfel. Sie verleihen auch dem langweiligsten Glas Wasser sofort Frische.

2. Limetten-Minz-Limonade – sauer macht lustig!

Limetten haben eine ganz besondere Säure, die einfach prickelnd im Sommer ist. Zusammen mit der frischen Minze ergibt sich eine super leckere Geschmacksexplosion im Glas! Für diese Limonade brauchen Sie folgendes:

  • 250 ml Wasser
  • 30 g Zucker
  • etwa 200 ml frisch gepresster Limettensaft (etwa 5 Limetten)
  • den Saft von einer Zitrone
  • eine Handvoll frische Minze.

Und so geht’s:

  1. Kochen Sie aus 100ml Wasser, dem Zucker und den Minzblättern in einem Topf auf mittlerer Stufe einen Sirup. Ständig Rühren! Wenn der Zucker sich aufgelöst hat, noch kurz köcheln lassen, dann die Masse abkühlen lassen. Zum Schluss die Minzblätter raussammeln.
  2. Einen Schuss Sirup mit Wasser, Limetten- und Zitronensaft verrühren und mindestens 1 Stunde kalt stellen.
  3. Vor dem Servieren noch einmal kräftig umrühren. Eiswürfel sorgen zusätzlich für kühle Temperaturen. Mit frischen Minzblättern und Limettenscheiben im Glas garnieren.

3. Ingwercocktail – spritzig scharf im Glas!

Ingwer Cocktail

Er ist prickelnd, scharf, erfrischend und einfach lecker. Dieser Cocktail lässt sich super einfach machen – das Wichtigstes ist eigentlich nur der Ingwersirup. Den kann man kaufen – man kann ihn aber auch selbst kochen.

  1. Schneiden Sie ca. 150g Ingwer klein und geben ihn zusammen mit 500ml Wasser und dem Saft einer Zitrone in einen Topf.
  2. Die Mischung mit geschlossenem Deckel ca. 20 Minuten köcheln lassen.
  3. Alles z.B. durch ein Sieb streichen und die Flüssigkeit wieder mit 250g Zucker aufkochen lassen, bis ein Sirup entstanden ist.
  4. Das Ganze am besten in eine kleine Flasche füllen und im Kühlschrank lagern.

Für den Ingwercocktail müssen Sie nun nur noch 2-3 EL des Sirups in ein bauchiges Weinglas geben. Eiswürfel und einige zerstoßene Minzblätter runden das Ganze ab. Füllen Sie das Glas dann erst mit etwas Mineralwasser und gießen den Rest entweder mit Prosecco oder mit etwas Apfelsaft auf.

4. Kalter Grüner Tee mit Ingwer – Eistee mit Wums!

Eistee ist an heißen Tagen einfach super lecker. Aber er muss nicht immer pappsüß schmecken. Stellen Sie doch Ihren eigenen aus Grünem Tee, Ingwer und Limette her. So erfrischt wurden Sie sicher lange nicht. Dafür brauchen Sie:

  • 2 TL getrockneter grüner Tee
  • 2 cm frische geriebener Ingwer
  • 1 unbehandelte Limette
  • etwas braunen Zucker

Die Zubereitung ist denkbar einfach und schnell gemacht:

  1. Bringen Sie 1 Liter Wasser zum Kochen und lassen ihn dann 5 Minuten abkühlen. So hat es die perfekte Temperatur (ca. 80°C) für das Aufbrühen von Grünem Tee. Lassen Sie ihn etwa 3-4 Minuten im Wasser ziehen. Dann durch ein feines Sieb passieren.
  2. Geben Sie den geriebenen Ingwer hinzu und lassen ihn ebenfalls 3-5 Minuten im warmen Wasser ziehen. Erneut alles absieben und dann kalt stellen.
  3. Waschen Sie die Limette und schneiden Sie sie in sehr dünne Scheiben. Servieren Sie den abgekühlten Tee dann – gern nach Geschmack mit etwas zusätzlichem Zucker darin – in einem hohen Glas, garniert mit Limettenscheiben und Eiswürfeln.

Haben Sie noch Fragen?

Wollen auch Sie die Aromen von Ingwer, Minze und Co. auf Ihrer Zunge schmecken, sind sich mit der Pflege der leckeren Pflanzen aber noch unsicher? Dann wenden Sie sich doch an die Mitarbeiter in unserem Gartencenter. Sie stehen Ihnen mit viel Know-How und tollen Tipps zur Seite.

 

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