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Sommerlicher Blütenzauber mit Hortensien in Topf & Beet

Gibt es etwas Prächtigeres, als ein Meer von großen Blüten im Garten? Wir glauben nicht und jetzt ist der perfekte Zeitpunkt, denn in den nächsten Wochen beginnen endlich unsere Hortensien im Topf und Beet wieder zu blühen. Warum das wunderschöne Gewächs eine Weile lang aus unseren Gärten verschwunden war und wie Sie die beeindruckenden Pflanzen am besten pflegen können, verraten wir Ihnen jetzt.

Die Geschichte der Hortensie

Sommerlicher Blütenzauber mit Hortensien

Ursprünglich wuchs die Hortensie vor allem im ostasiatischen Raum, seltener auch in Nordamerika und Chile. Ihren Weg nach Europa fand sie wie viele andere Pflanzen auch durch eifrige Sammler im 18. Jahrhundert. Diese brachten das unbeschreibliche Gewächs mit und verzauberten damit viele Menschen. Dadurch wohl auch der Name: Hortensie – zum Garten gehörig. Der botanische Name Hydrangea hingegen ist weniger schmeichelnd. Er bedeutet so viel wie Wasserkanne und spielt auf den großen Durst der Pflanze an.

Nachdem die Hortensie lange Zeit die Königin der heimischen Gärten war, verschwand sie in den 1980er Jahren immer mehr. Sie galt als unmodern. Doch inzwischen erobert sich die buschige Pflanze ihren Rang zurück. Denn neue Sorten brachten neue Eigenschaften, noch größere Blüten oder auch spannende neue Farbvarianten. Und so ziert die Hortensie endlich wieder Pflanzkübel, Beet und sogar Fensterbrett oder Tisch!

Teller, Rispe, Bauer oder Kletterer – die Hortensienarten

Es gibt insgesamt über 80 verschiedene Hortensiensorten auf der Welt. Manche erkennt man gar nicht sofort als solche, denn wir in Europa lieben besonders die großen, auffälligen Blütenstände der Sträucher. Diese erstrahlen in ganz unterschiedlichen Farben: Weiß, Grün, Rosa, Rot, Violett und Blau sowie aufregende Kombinationen daraus.

Hortensien-Strauch

Die klassische Variante ist die sogenannte Bauern- oder Gartenhortensie. Ihre Blüten ordnen sich ballförmig an, während die Tellerhortensie eher flächig blüht. Bei der Rispenhortensie bilden sich die Blütenstände wie eine kleine Pyramide aus, deren Spitze gen Himmel ragt.

Doch auch die Blätter der Pflanze sind sehr dekorativ. So färbt sich zum Beispiel das Blattwerk der Kletterhortensie im Herbst leuchtend Gelb. Ähnlich verhält sich die Eichenblatt-Hortensie. Ihre Blätter sind atypisch geformt und erinnern tatsächlich eher an Ahorn oder Eiche. Im Herbst wandeln sie sich von einem satten Grün hin zu einem kräftigen Orangerot.

So gedeihen Hortensien in Topf und Beet

Damit man auch von Juli bis September möglichst lange und reichlich von der Blütenpracht der Hortensien hat, muss gar nicht viel für ihre Pflege getan werden. Wichtig sind vor allem der richtige Standort und das ausreichende Maß an Feuchtigkeit.

Der richtige Standort für Hortensien

Auch wenn die Sträucher Sonne vertragen – die volle Dröhnung in der Mittagszeit mögen sie nicht. Besser ist darum ein halbschattiger Standort, der entweder am Morgen oder abends etwas direkte, aber nicht mehr so intensive Sonne abbekommt. Viele pflanzen die Hortensie darum in Beete direkt neben dem Haus (gern in Gesellschaft mit Buchsbaum, Funkien, Sterndolden oder Schattengräsern). Aber auch in Pflanzkübeln auf der Terrasse gedeihen sie gut. Wichtig ist in beiden Fällen, dass der Boden nährstoffreich, locker und leicht sauer sein sollte.

Hortensien sind durstige Trinker!

Besonders Acht muss bei der Deckung des Wasserbedarfs der Pflanzen gegeben werden. Denn dieser ist nicht unerheblich hoch. Am besten täglich brauchen die Sträucher einen ordentlichen Schwung, an sehr heißen Tagen sogar morgens und abends. Doch Achtung: Staunässe mögen Hortensien hingegen gar nicht. Gerade Topfpflanzen sollten darum eine Möglichkeit haben, dass das Wasser wieder ablaufen kann.

Hortensien schneiden – ja, nein, vielleicht?

Im Sommer ist dieses Thema noch weit weg. Aber der nächste Winter kommt bestimmt. irgendwann muss sich also jeder heimische Gärtner mit dem Schneiden der Hortensie auseinandersetzen. Am wichtigsten dabei ist es zu wissen, welche Sorte man eigentlich hat. Denn danach richtet sich, ob und wie viel die Pflanze geschnitten werden darf.

Garten- und Tellerhortensien blühen nur am zweijährigen Holz. Das bedeutet, sie bilden in diesem Jahr bereits die Blüten für das kommende Jahr aus. Darum sollte man sie nicht zurückschneiden, denn dann verliert man die wunderschönen Blüten im nächsten Sommer. Besser ist es, nur die erfrorenen Triebe und alten Blüten im zeitigen Frühjahr zu entfernen.

Rispenhortensien hingegen vertragen auch einen jährlichen Radikalschnitt. Sie können bis ca. einer Handbreite über den Boden eingekürzt werden und treiben dennoch im gleichen Jahr wieder ordentlich aus. Auch alte Pflanzen können so zu neuem Leben erweckt werden. Sie blühen zwar nicht mehr im selben Jahr, aber wirken dann im kommenden Sommer wie neu.

Spezialfall Endless Summer

Diese Hortensienart ist ein echter Glücksgriff für alle ungeduldigen Gärtner, denn sie bildet in der laufenden Saison immer neue Blütentriebe aus. So kann man sie auch sorglos ein wenig beschneiden, ohne die komplette Pracht der Sträucher einzubüßen. Der Name ist hier also wirklich Programm, denn es winkt ein endloser Sommer.

Das Geheimnis um die blaue Hortensie

Blaue Hortensien

Für viele ist es ein kleiner Schock, wenn sie ihrer wunderschön leuchtend blauen Hortensie dabei zuschauen müssen, wie sie peu-a-peu rosa wird. Warum passiert das eigentlich?

Es gibt keine blauen Hortensien!

Tatsache ist, dass die blaue Farbe in der Natur der Hortensie eigentlich nicht vorgesehen ist. Weiß, Rosa und Rot sind die ursprünglichen Nuancen. Das Violett bzw. Blau kann nur durch einen Trick hervorgerufen werden und das auch nur bei ursprünglich rosafarbenen Blüten.

Aluminium und Säure im Boden

Eine blaue Hortensie entsteht nur, wenn die Bedingungen im Boden geeignet sind. Er muss Aluminium enthalten und zudem einen geringen pH-Wert von 4 bis 5,5 haben. Nur in diesem Metier kann die Pflanze die Aluminium-Ionen aufnehmen und in ihren Blütenblättern einlagern. Dadurch entsteht die blaue Färbung.

Wie bekomme ich meine Hortensie blau?

Sorgen Sie für einen ausreichend sauren Boden. Das tut der Pflanze ohnehin gut. Dann sollten Sie in der Phase der Blütenentwicklung etwa einmal wöchentlich in einem Liter Regenwasser 3g Aluminium-Sulfat (Alaun, erhältlich in Apotheken) auflösen und die Hortensie damit gießen. Wer nicht erst etwas anmischen will, kann auch fertigen Dünger zu diesem Zweck kaufen. So oder so wird die Hortensie sich langsam verfärben. Meist dauert dieser Prozess bis ins nächste Jahr – doch das Warten lohnt sich garantiert!

Haben Sie noch Fragen zur Hortensie im Topf oder Beet?

Egal ob zum Standort oder zur perfekten Pflege – wenden Sie sich immer gern an unsere Mitarbeiter im Gartencenter. Sie helfen Ihnen mit tollen Tipps und viel Fachwissen weiter.

 

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