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Gemüse Grillen: Das gibt der eigene Garten her!

Neben Urlaub, Eiscreme und einem Ausflug zum Schwimmbad gehört wohl eine Sache für alle zum Sommer dazu: Grillen. Wir lieben das Essen vom Rost mit diesem leckeren Raucharoma einfach. Dass das nicht immer besonders aufwendig sein muss, verraten wir jetzt, denn: Alles, was Sie brauchen, haben Sie vermutlich in Ihrem Garten! Wir zeigen Ihnen, dass Obst und Gemüse grillen kein Hexenwerk, aber immer eine gute Idee ist!

Warum Gemüse Grillen so toll ist

Gemüse grillen

Wer an Grillen denkt, hat wahrscheinlich direkt Würstchen, Steak und Co. vor seinem geistigen Auge. Dazu ein Kartoffel- oder Nudelsalat und fertig. Doch das ist auf Dauer ganz schön langweilig oder? Zudem muss man immer extra einkaufen fahren, um das Fleisch zu besorgen. Da ist es eindeutig komfortabler, einfach seinen Gemüsegarten zu plündern. Denn der gibt mehr als genug her, um ordentlich Abwechslung auf den Rost zu zaubern.

Ein weiterer Vorteil ist, dass Sie nirgends eine frischere Qualität bekommen werden. Bei sich im eigenen Garten haben Sie definitiv immer den besten Reifegrad direkt zur Hand und können so auch vom idealen Nährstoffgehalt profitieren, den das erntefrische Gewächs mit sich bringt. Dieser verliert sich bei richtiger Zubereitung kaum. Dafür gewinnt der jeweilige Eigengeschmack, denn die Röstaromen intensivieren diesen noch.

So wird Ihr Gartengemüse ein Grillgenuss

Bevor wir ins Detail gehen und Ihnen die verschiedenen Grillgemüsesorten genauer vorstellen, wollen wir noch einige allgemeine Tipps zum Grillen von Gemüse mit an die Hand geben. Denn ähnlich wie beim Fleisch kann man hier auch einiges falsch machen. Und wie immer gilt: weniger ist manchmal einfach mehr!

  1. Die richtige Vorbereitung. Das Waschen ist selbstverständlich, trocknen Sie das Gemüse aber auch unbedingt gut ab! Schneiden Sie das Gemüse in möglichst gleichgroße Stücke für eine gleiche Garzeit.
  2. Würzen und Marinieren. Das ist wie immer Geschmackssache. Sollte aber im besten Falle erst kurz vor Ende der Garzeit und zudem sparsam erfolgen. Salzen immer erst nach dem Grillen, sonst wird Feuchtigkeit entzogen. Alternativ zur Marinade das Gemüse einfach mit etwas Zitronen- oder Limettensaft beträufeln.
  3. Das richtige Öl. Unbedingt hocherhitzbare Sorten nutzen wie Soja-, Raps- oder Erdnussöl.
  4. Indirektes Grillen. Weniger Hitze bekommt den Nährstoffen besser. Darum nur kurz über direkter Hitze für Röstaromen grillen, dann in indirekten Zonen bei mittlerer Temperatur weitergaren.
  5. Die richtige Garzeit. Sie richtet sich nach der Festigkeit des Gemüses. Kaum eine Sorte braucht länger als 10 Minuten. Eventuell bedarf es eines Vorkochens. Gemüse ist fertig, wenn es bissfest ist.

Das kommt auf den Rost: Gemüse grillen

Wie bereits erwähnt, richtet man sich beim Grillen vor allem nach der Festigkeit der jeweiligen Gemüsesorte. Generell sollte man keine Gemüse mit sehr viel Feuchtigkeit verwenden – Gurken sind also eher ungeeignet. Es gibt feste Gemüse (z.B. Kartoffeln, Kohlrabi oder Karotten), zarte Gemüse (z.B. Blumenkohl) und weiche Gemüse (z.B. Zucchini oder Pilze). Sie alle haben unterschiedliche Garzeiten, schmecken aber wunderbar, egal ob pur, im Salat oder mariniert.

Besser vorgaren: Kartoffeln, Mais und Kürbis

Mais grillen

Sie gehören zu den festen Sorten. Damit die Garzeit auf dem Grill nicht ins unermessliche steigt, sollte man sie darum besser vorkochen. Maiskolben kommen ca. 10 Minuten in kochendes Wasser, genau wie Kartoffeln. Kürbisse (hier am besten Hokkaido oder Butternuss verwenden, die muss man nicht schälen) kommen zum Vorgaren in den Ofen.

Danach können alle drei Gemüsesorten für etwa 10-15 Minuten auf dem Grill fertig garen. Maiskolben können direkt aufs Rost und sollten öfter gedreht werden. Danach mit etwas Butter und Salz genießen. Kartoffeln am besten in Alufolie wickeln oder aber als Viertel bzw. Achtel in einer Grillschale fertig zubereiten. Dazu schmeckt Kräuterquark, Sour Cream oder auch einfach etwas Butter hervorragend. Gleiches gilt für den Kürbis.

Kurz Blanchieren: Fenchel, Brokkoli und Blumenkohl

Zartes Gemüse braucht keine allzu lange Vorbereitung. Brokkoli und Blumenkohl werden am besten in kleine Röschen geschnitten und dann nur wenige Minuten in kochendem Salzwasser blanchiert. Danach kommen sie direkt auf den Grill: Der Blumenkohl braucht nur 5 Minuten, Brokkoli darf gern 6-8 Minuten garen.

Fenchel kann ebenfalls vorher kurz blanchiert werden, damit sich die Zeit auf dem Grill verkürzt. Die Knolle wird zuvor von den grünen Stängeln befreit und dann entweder halbiert oder in Scheiben geschnitten. Mit etwas Öl bestrichen kommen diese dann für 6-8 Minuten je Seite auf den heißen Rost.

Ab auf den Grill: von A wie Aubergine bis Z wie Zucchini

Gemüse grillen

Die meisten Gemüse, die sich prima auf dem Rost machen, können als weich bezeichnet werden und haben daher eine recht kurze Garzeit. Sie brauchen auch keine weitere Garung vorab. Einfach klein schneiden, eventuell würzen und direkt auf den Rost damit. Hier sind unsere Top 7 Sorten!

  1. Aubergine. In Scheiben schneiden und mit Salz und etwas Zitrone versehen. 30 Min. ziehen lassen und dann gründlich abtupfen, um Bitterstoffe zu entfernen. Mit Olivenöl bestreichen und 4-5 Min. pro Seite grillen. Öfter wenden.
  2. Champignons. Pilze putzen und Stiele entfernen. Variante 1: In Marinade aus Olivenöl, Rosmarin, Thymian und Petersilie einlegen. Variante 2: Mit Creme aus Frischkäse und etwas Reibekäse füllen. Für ca. 3-4 Min. oder bis sie braun werden auf den Grill. Danach mit Salz und Pfeffer würzen.
  3. Chicorée. Der Länge nach vierteln. Entweder direkt auf den Rost legen oder in den Gemüsekorb. Kurz die Schnittseiten angrillen, bis sie braun werden. Macht sich danach auch super in einem Salat.
  4. Paprika. Schoten halbieren und das Kerngehäuse entfernen. Variante 1: Mit Öl oder Butter bepinseln und dann mit den Schnittflächen für 3-4 Min. auf den Grill legen. Variante 2: Mit z.B. klein gehacktem Gemüse, Reis, Käse, Bulgur oder ähnlichem Füllen. In Alufolie oder Schale ca. 5-10 Min. auf den Grill legen.
  5. Tomaten. Kleine Cocktailtomaten als Ganzes auf den Grill (besonders gut auf Spießen). Normal große Tomaten geviertelt im Gemüsekorb für wenige Minuten auf den Grill legen. Große Sorten können gefüllt werden (z.B. mit Schafskäsecreme).
  6. Zucchini. Halbiert, in Streifen oder Scheiben schneiden. Pur oder mit etwas Öl bestreichen und von jeder Seite ca 5 Minuten garen.
  7. Zwiebeln. Schälen und von oben kreuzweise einschneiden. Am Wurzelansatz soll die Zwiebel noch zusammenhalten. Auf Alufolie legen, mit etwas Honig beträufeln und Thymian darüber geben. Folie schließen und alles 15-20 Min. auf dem Rost garen.

Fruchtig & rauchig: Obst grillen ist genauso lecker!

Sie haben richtig gelesen: Auch Obst schmeckt prima, wenn man es grillt. Dabei sollte allerdings immer nur mit geringer oder mäßiger Hitze gearbeitet werden. Während das Gemüse recht schnell gar wird, brauchen viele Obstsorten durchaus auch mal bis zu 15 Minuten. Doch die Wartezeit lohnt sich auf jeden Fall!

Dieses Obst ist einfach genial vom Grill

Obst grillen

Zugegeben, Avocado, Mango und Papaya wachsen wahrscheinlich eher selten im eigenen Garten. Auch die Klassiker Ananas und Banane müssen im Supermarkt gekauft werden. Dennoch sind diese Obstsorten einfach ein Genuss, wenn ihnen Röstaromen begegnen. Was aber wirklich auch im heimischen Garten gepflückt werden kann sind diese Früchte:

  • Apfel
  • Aprikosen
  • Birnen
  • Erdbeeren
  • Feigen
  • Melonen
  • Nektarinen
  • Pfirsiche
  • Trauben

So wird Obst gegrillt

Früchte können entweder als Spieß oder aber auch einzeln (am besten im Gemüsekorb oder mit einer Schale) auf den Grill. Wollen Sie Holzspieße nutzen, sollten Sie diese vorher ca. 20 Minuten in Wasser einlegen, damit sie nicht in der Hitze verkohlen. Große Sorten am besten klein schneiden, dann verringert sich ebenfalls die Garzeit – und es lässt sich leichter naschen. Gerade als Spieß kann das Obst übrigens auch wunderbar mit herzhaften Speisen kombiniert werden, zum Beispiel mit Käse, Fleisch oder Tofu. Weitere Ideen haben wir hier für Sie:

  • Pfirsiche. Halbieren und entsteinen. Entweder pur oder gefüllt mit Käse oder Nussmischung.
  • Melone. Als Streifen direkt grillen oder ausholen und mit Feta und anderem gegrilltem Obst servieren.
  • Birne. Entkernen und etwas aushöhlen. Darin etwas Käse füllen und alles auf den Grill.
  • Banane. Direkt mit Schale auf den Grill legen. Mehrfach wenden, bis die Schale komplett schwarz ist.
  • Erdbeeren. Als Spieß zusammen mit Marshmallows. Kurz auf den Grill, bis sie etwas gebräunt sind.

Richtig lecker wird das Ganze übrigens mit den passenden Verfeinerungen. Dazu können Sie Honig verwenden, aber auch Agavendicksaft oder Ahornsirup. Mit etwas Orangensaft und gehackten Mandeln wird daraus ein tolles Topping. Mit etwas Thymian und Rosmarin wird aus dem Honig schnell eine intensive Marinade. Natürlich können Sie auch mit Schokolade oder Fruchtlikören arbeiten. Erlaubt ist, was Ihnen schmeckt!

Zum Schluss: die Beilagen

Frischer Salat zum grillen

Was auf keinen Fall fehlen sollte, ist ein frischer Salat aus allen Zutaten, die Sie in Ihrem Garten haben. Ob grüne Salatsorten die Rapunzel oder Rucola, bunte Tomaten, erfrischende Gurken oder auch scharfe Radieschen – alles einfach klein schneiden und mit etwas Essig und Öl kurz vor dem Essen anmachen.

Außerdem rundet ein leckerer Dip so einen Garten-Grill-Abend perfekt ab. Die einfachste Variante ist dabei ein Kräuterquark. Dazu etwa ein bis zwei Handvoll aus dem Kräuterbeet nehmen (z.B. Schnittlauch, Dill, Petersilie, Zitronenmelisse usw.) und diese klein hacken. Dann eine Mischung aus 3 Teilen Quark, 2 Teilen Joghurt und 1 Teil Öl anrühren und die Kräuter schließlich drunter geben. Mit etwas Salz und Pfeffer noch abschmecken – fertig.

Haben Sie noch Fragen?

Läuft Ihnen schon das Wasser im Mund zusammen? Ihnen fehlt aber vielleicht noch die eine oder andere Pflanze, welche so leckeres Gemüse und Obst für den Grillteller bereithält? Dann wenden Sie sich doch an die Mitarbeiter in unserem Gartencenter. Sie stehen Ihnen mit viel Know-How und tollen Tipps zur Seite.

 

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