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Rosige Zeiten: Rosen auf Balkon und Terrasse

Schon seit der Antike nennen wir sie die Königin der Blumen. Sie wurde den Göttern Aphrodite und Eros gewidmet und steht noch heute als Symbol von Liebe, Freude und Jugendfrische: die Rose. Doch auch abseits dieser historischen Bedeutung begeistert sie die Menschen durch ihre Farb- und Formenvielfalt sowie ihrem betörenden Duft. Sie wollen sich auch gern von dieser Blume verzaubern lassen, haben aber keinen Garten? Kein Problem! Wir verraten Ihnen, wie Ihre Rosen auf Balkon und Terrasse gedeihen können.

Rose und Balkon – geht das wirklich?

Rosen auf Balkon und Terrasse

So eine Königin im Blumenbeet schraubt ihre Ansprüche natürlich nicht runter, nur weil ihr Reich auf Terrasse und Balkon kleiner wird. Im Gegenteil – auf den ersten Blick scheint sie nahezu Allüren zu entwickeln. Aber bei genauerer Betrachtung kann die Rose ohne große Probleme auch hier gedeihen. Wichtig ist dabei die Sorte, das geeignete Pflanzgefäß und die richtige Pflege.

Den richtigen Topf für die Rose finden

Alles beginnt beim Pflanzgefäß. Dieses muss unbedingt ausreichend groß und vor allem hoch sein. Denn Rosenwurzeln wachsen weniger in die Breite, als vielmehr massiv in die Tiefe. Der ideale Kübel ist darum mindestens 40 cm hoch. Den Durchmesser können Sie so wählen, wie Sie Platz haben und wie viele weitere Pflanzen noch in den Topf einziehen sollen. Nach unten darf er sich übrigens gerne etwas verjüngen, so kommt der Wurzelballen später beim Umtopfen leichter heraus.

Als Material bietet sich Kunststoff oder Fieberglas an, weil diese bereits winterhart und sehr leicht sind. Denn das Schöne an einem Pflanzkübel ist ja auch ihre Mobilität. Tontöpfe sind eine andere Option, die recht gut hinsichtlich des Wasserhaushalts ist. Und Apropos: Das Gefäß braucht unbedingt einen Wasserablauf, denn Rosen mögen keine nassen Füße!

Sonnenanbeterin Rose?

Wir können es nicht leugnen: Rosen finden Sonne schon ziemlich gut. Aber – wie sollte es auch anders sein – den ganzen Tag möchte das edle Gewächs trotzdem nicht beschienen werden, denn dann wird ihr zu heiß. Darum sollte ein Standort gewählt werden, an dem sie um die 4-5 Stunden Sonnenlicht täglich abbekommt. Ein Balkon oder eine Terrasse in Süd-West- oder Süd-Ost-Lage ist darum ideal.

Rosen als Sonnenanbeter

Wichtig ist auch, dass ihr immer eine kühle Brise um die Nase – pardon – die Blätter weht. Darum sollte der Topf eher nahe am Geländer stehen und nicht direkt neben der Hauswand. Diese strahlt nämlich auch noch zusätzlich Wärme ab.

Welche Rose darf es denn sein?

Seit über 2000 Jahren schon wird die Rose als Zierpflanze gezüchtet. Kein Wunder, dass wir heutzutage aus zwischen 100 und 250 Arten auswählen können. Welche eignet sich nun für Terrasse und Balkon? Hier sollten vor allem robuste und krankheitsresistente Sorten gepflanzt werden. Achten Sie auf das ADR-Siegel (Allgemeine Deutschen Rosenneuheitenprüfung). Trägt die Pflanze dieses, wurde diese Sorte jahrelang akribisch überprüft und hat ihre Kraft und Resistenz unter Beweis gestellt.

Besonders gut eignen sich zudem Sorten, die nicht zu üppig wachsen. Viele Profis raten zum Beispiel von den Rambler-Rosen ab, da diese Art der Kletterrose enorm viel Platz einnehmen. Doch andere Sorten Kletterrosen können bei einem ausreichend großen Gefäß und einer stabilen Rankhilfe durchaus auch auf kleinem Raum gedeihen.

Edelrose Nostalgie

Generell sollte man aber eher Rosen mit einem kompakten Wuchs wählen:

  • Zwergrosen (z.B. Pepita, Roxy, Zwergenfee 09)
  • Beetrosen (z.B. Garden of Roses, Rosenfee)
  • kompakt wachsende Strauchrosen (z.B. Rosy Boom®, Escimo, Knirps)
  • einige Edelrosen (z.B. Nostalgie®)
  • Hochstämme
  • historische Sorten wie Bourbon- oder Portlandrosen (z.B. Jacques Cartier)

Rosen pflegen leicht gemacht

Zugegeben, die Rose ist schon kein totaler Selbstläufer. Aber viele wichtige Dinge können Sie direkt beim Pflanzen erledigen, sodass sich der tägliche Pflegeaufwand definitiv im Rahmen hält. Und bei einer solchen wahren Blüten- und Duftpracht lohnt sich jeder Handgriff!

Topfrosen pflanzen

Ganz unten in das Pflanzgefäß sollte eine kleine Drainage-Schicht aus Blähton, Splitt oder Kies gegeben werden. Darüber ein geeignetes Vlies und dann die Erde. Verwenden Sie hier unbedingt hochwertige Rosenerde. Am besten schmeckt es der Blumen-Königin in einer schwach sauren Umgebung (pH-Wert von 5,5 bis 6,5). Enthält die Erde zudem einen hohen Tonanteil, wird besonders viel Wasser und somit auch Nährstoffe gespeichert. So ist die Rose immer gut versorgt.

Beim Einpflanzen sollte die Erde dann aber nicht komplett den ganzen Topf ausfüllen. Lassen Sie einen Gießrand von etwa 5 cm frei. Gönnen Sie ihrer Rose dann nach etwa 4-6 Wochen gern auch etwas Dünger. So sorgen Sie dafür, dass sie den Sommer hindurch immer eifrig blühen wird.

Kübelrosen richtig gießen

Kübelrosen auf Terrasse

In freier Wildbahn – sozusagen – ist die Rose schon eine gute Trinkerin. In Topf und Pflanzkübel hat sie aber erst recht Durst. In sehr heißen Zeiten sollte sie darum unbedingt jeden Tag gegossen werden (aber Achtung: nicht zu viel!). Ist das Wetter nicht ganz so warm, empfiehlt man einen Rhythmus von etwa alle 2-3 Tagen. Prüfen Sie aber am besten immer mit dem Finger, ob die Erde feucht ist. Wenn die oberste Schicht trocken ist, sollten Sie die Pflanze unbedingt wässern!

Balkonrosen pflegen

Die restliche Pflege der Rosen auf Balkon und Terrasse beläuft sich eigentlich nur noch auf einen jährlichen Rückschnitt im Frühjahr. Die meisten Sorten sollten dabei auf etwa ein Drittel der Wuchshöhe eingekürzt werden. Nach etwa 3 bis 5 Jahren (abhängig von der Topfgröße) sollten Sie im Zuge dessen der Rose auch neue Erde gönnen. Dazu auch den Ballen ordentlich ausschütteln und dann wie zuvor einpflanzen.

Winterharte Rosen im Kübel?

Sie können die Rosenkübel natürlich beispielsweise im Keller überwintern lassen. Eine Temperatur von –10 bis +8 Grad verträgt sie problemlos. Stellen Sie sie dann aber am besten auf eine Styroporplatte. Soll die Rose aber auf dem Balkon überwintern, geht das ebenfalls, denn viele Sorten sind winterhart.

Sie müssen sie genau wie ihre Schwestern im Beet behandeln (Rosentriebe bedecken, Ansatzstelle mit Kompost oder Erde anhäufeln, gelegentlich gießen). Zusätzlich empfiehlt es sich, den Kübel mit Noppenfolie, Jute oder Kokosmatten zu umwickeln. Stellen Sie die Topfrose dann an einen schattigen, wind- und regengeschützten Platz dicht an der Hauswand.

In bester Gesellschaft: Pflanzpartner für Rosen

Rosen mit anderen Pflanzen

Rosen sind zwar die Königinnen unter den Blumen – aber auch sie sind nicht gern allein. Man kann sie darum sehr gut mit Artgenossen zusammen pflanzen (pro Topf aber nie mehr als zwei). Je nach Wuchshöhe kann dadurch sogar eine Art Raumtrenner oder Sichtschutz entstehen.

Aber es gibt auch die Möglichkeit, sie mit anderen Gewächsen zu kombinieren. Im gleichen Topf machen zum Beispiel Clematis und Rosen eine gute Figur. Wer Rosenstämmchen hat, kann niedrige Pflanzen wie Glockenblumen oder Frauenmantel dazusetzen. So werden kahle Stellen gut kaschiert.

Ein ebenfalls sehr stimmiges Gesamtbild ergibt sich, wenn man Rosen mit Hortensien, Rittersporn oder filigranen Gräsern kombiniert. Diese Pflanzen sollten jedoch immer in einen separaten Topf kommen, sonst nehmen sich die Gewächse untereinander die Nährstoffe weg.

Haben Sie noch Fragen zu Rosen auf dem Balkon?

Wenden Sie sich immer gern an unsere Mitarbeiter im Gartencenter. Sie helfen Ihnen mit tollen Tipps, viel Inspiration und umfassendem Fachwissen weiter.

 

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