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Balkon, Terrasse & Gartenarbeit im Januar: Das ist zu tun

Wenn draußen die kalte Jahreszeit angebrochen ist, heißt das auch, dass der Hobbygärtner in den Winterschlaf verfällt? Nicht doch, denn tatsächlich gibt es auch jetzt immer noch einiges zu tun. Wie Sie am besten ins neue Jahr starten können und welche Arbeiten auf Balkon, Terrasse und Co. anfallen, verraten wir Ihnen in unserem Beitrag zur Gartenarbeit im Januar!

Gartenarbeit im Januar – Zeit zum Planen

Gartenarbeit im Januar

Zum Jahresbeginn nimmt man sich immer enorm viel vor, doch die meisten Neujahrsvorsätze liegen gefühlt schon nach vier Wochen wieder in der Ecke. Aber im Prinzip ist der Januar eine prima Zeit, um Pläne zu schmieden – zumindest, wenn es um den eigenen Garten geht. 

Vorräte & Bestand sichten

Da in der kalten Jahreszeit die Gartenwerkzeuge meistens ausruhen, ist das jetzt die ideale Zeit, um sie einmal gründlich zu prüfen, zu putzen und unter Umständen zu reparieren oder zu ersetzen. Auch Pflanzgefäße sollten Sie in diesen Tagen kontrollieren und ggf. nachkaufen. Gleiches gilt auch für das Saatgut. Was ist noch vorhanden, was muss vielleicht neu bestellt werden? Mit dieser kleinen Miniatur-Inventur lässt sich das weitere Gartenjahr bestens angehen.

Ideen & Daten sammeln

Was in Ihrem Bestand noch vorhanden ist, wissen Sie nun. Aber was wünschen Sie sich für das neue Jahr? Soll Ihr Garten vielleicht ein neues Hochbeet mit Gemüse bekommen? Oder träumen Sie von einem Vertikalgarten auf Ihrem Balkon? Jetzt ist die ideale Zeit, um dafür alles vorzubereiten. 

Ein weiterer Tipp dazu ist, dass Sie auch Ihren Garten jetzt genau beobachten und dokumentieren. Denn falls Sie zum Beispiel einen geeigneten Platz für frühblühende Gewächse suchen, dann lohnt es sich, eine Skizze Ihres Gartens anzulegen. Tragen Sie in diese jene Flächen ein, wo Schnee und Eis schnell schmelzen. Diese sind ideal für z.B. Duftschneeball, Schneeglöckchen usw. Durch diese Dokumentation können Sie später dann den passenden Plätzen die verschiedenen Pflanzen zuordnen. 

Raus in die Kälte – das gibt es im Januar-Garten zu tun

Wir haben es ja schon angedroht: der Hobbygärtner darf sich im Januar leider nicht zurücklehnen und nichts tun. Denn auch wenn draußen kaum etwas blüht oder wächst – einige Handgriffe müssen dennoch erledigt werden. 

Gehölz- und Obstbaumschnitt

Der Januar kann schon einige frostfreie und trockene Tage haben. Diese sind ideal, um Bäume und Sträucher, aber auch Stauden und Gräser zu beschneiden. Dadurch bringt man sie zum einen wieder in Form, was etwa bei Hecken sehr wichtig ist. Zum anderen hilft man aber auch den Pflanzen durch das Auslichten oder Abschneiden von toten Bestandteilen. Denn dadurch bekommen die übrigen Äste und Zweige wieder mehr Licht, werden zum Wachsen angeregt und die gesamte Pflanze bleibt robust und gesund. 

Auf die Schneelast achten

Schneelast beachten - Gartenarbeit im Januar

Genauso kann es natürlich auch Tage im Januar geben, an denen es extrem viel schneit. Ist der Schnee pulvrig, ist das lange Zeit kein Problem. Bei einem eher nassen, pappigen Schnee hingegen kann dies schnell gefährlich für Pflanzen werden. Denn diese Schicht ist sehr schwer und kann unter Umständen dazu führen, dass die Pflanzen unter dieser Last zusammen- bzw. abbrechen. 

Darum sollten Sie besser ab einer Schneehöhe von 5-10 cm damit beginnen, die weiße Pracht mit einem Handfeger von Stauden und kleinen bis mittleren Gehölzen (insbesondere auf Balkon oder Terrasse) herunterzufegen. Aber Achtung: die Triebe der Pflanzen sind bereits ausgebildet, im Winter aber meistens gefroren. Sie brechen dadurch leicht ab. Seien Sie also sanft. 

Beete vorbereiten

Eine weitere Tätigkeit, die Sie im Januar an einem frost- und schneefreien Tag gut durchführen können, ist die Vorbereitung der Beete. Dazu empfiehlt es sich im ersten Schritt – soweit vorhanden – den eigenen Kompost zu sieben. Achten Sie dabei auf Nässe, die sonst für Fäulnis sorgt. Das grobe Material kommt nach dem Sieben wieder auf einen neuen Haufen, das feinere wird separat unter einer Plane gelagert. 

Davon können Sie nun eine dünne Schicht auf Ihren Blumenbeeten verteilen. Rosen sind übrigens Feinschmecker und freuen sich über ein kleines Häufchen Mist an ihren Füßen. Aus diesem Material können die Pflanzen dann alle wichtigen Nährstoffe ziehen, die sie zum Austreiben im Frühjahr benötigen. 

Falls Sie im Übrigen auf Ihren Beeten noch Wintergemüse stehen haben, ist jetzt der Zeitpunkt für die Ernte gekommen. Typische Sorten sind zum Beispiel Petersilienwurzel, Winterportulak, Knollensellerie, Grünkohl, Topinambur oder Rosenkohl. Wenn diese auf dem Teller gelandet sind, können Sie die Beete dann umgraben, lüften und für die Frühjahrssaison vorbereiten.

Gartenarbeit im Januar auf Balkon & Terrasse

Balkon und Terrasse sind das zweite Domizil für den Hobbygärtner. Hier wird sich am liebsten im Kleinformat ausgetobt – das gilt aber auch für die Arbeiten im Winter. Denn auch auf dieser reduzierten Fläche gibt es genug zu tun.

Blumenkübel säubern

Blumenkübel säubern

Ähnlich wie die Beete im Garten müssen auch die Pflanzgefäße auf Balkon und Terrasse jetzt aufbereitet werden. Das bedeutet, dass die Pflanzenreste aus der vorherigen Saison entfernt werden können und vor allem auch die alte Erde ersetzt werden sollte. Denn diese ist inzwischen verbraucht und kann den Pflanzen kaum noch Nährstoffe bieten. 

Wählen Sie für diese Arbeit einen frostfreien Tag. Leeren Sie dann die Töpfe, Kästen und Kübel komplett aus und reinigen Sie sie in einem warmen Wasserbad mit einer Bürste. So werden auch eventuelle Keime oder Bakterien gründlich entfernt. Danach alles gut trocknen lassen und mit neuer Erde befüllen. Hier am besten ein Gemisch aus Blumenerde und Kompost verwenden, das ist ideal für Zwiebelgewächse und Winterblüher.

Neue Balkonbepflanzung

Wem die dunkle Jahreszeit aufs Gemüt schlägt, der sollte seine Laune mit etwas Farbe heben. Das ist durch bunt bepflanzte Kübel auf Balkon oder Terrasse auch im Winter möglich. So können Sie jetzt zum Beispiel schon vorgetriebene Zwiebelblumen wie Narzissen, Tulpen oder Hyazinthen im Gartencenter bekommen, um damit Ihre Pflanzgefäße zu schmücken.

Auch Primeln oder Hornveilchen können schon jetzt mit ihren Blüten beglücken. Bei Frost fallen sie zwar meist in sich zusammen, erholen sich aber mit steigenden Temperaturen meist verlässlich und schnell wieder. Die Christrose ist ebenfalls ein schöner Hingucker, dem die Kälte nichts anhaben kann. 

Eher grüne Highlights setzen Steingartengewächse wie Dachwurz oder Schlangenbart, Gräser und Efeuranken sowie verschiedene Kleinsträucher (z.B. Skimmien oder Scheinbeeren). Immergrüne Gewächse wie etwa der Zwergrhododendron runden Balkon und Terrasse optisch ab.

Immergrüne Pflanzen pflegen

Vor allem die immergrünen Pflanzen in Kübeln und Töpfen brauchen eine spezielle Pflege, aber auch die in Ihrem Garten sollten mit den folgenden Ratschlägen versorgt werden. Denn Barfrost (Frost ohne Schnee) trifft die Gewächse an beiden Orten gleichermaßen. Schützen Sie sie, indem Sie sie mit Matten, Vliesen, Jutesäcken usw. einpacken und wenn möglich in Gruppen nahe der Hauswand zusammenstellen.

Idealerweise sollten die Pflanzen auch vor der Sonne geschützt werden. Denn immergrüne Pflanzen wie Rhododendron, Buchs, Stechpalme oder Nadelbäume werden an frostigen, aber sonnigen Wintertagen sonst angeregt, Wasser aus dem Boden zu ziehen. Da dieses aber in der Erde gefroren ist, verdunstet zwar Flüssigkeit über die Blätter, es kommt aber keine nach und die Pflanzen verdursten. 

Darum sollten die Pflanzen auch an frostfreien Tagen am besten in den Vormittagsstunden etwas gegossen werden. Dabei ist es ideal, wenn Gießwasser und Topferde annähernd die gleiche Temperatur (8-15°C) haben. Leitungswasser zum Gießen im Winter ist zudem unproblematisch, da durch die geringere Häufigkeit kaum Kalk in der Erde angereichert wird. Achten Sie beim Gießen immer darauf, dass die Schutzmaterialien (Vliese usw.) trocken bleiben und überschüssiges Wasser abfließen kann!

Was im Haus für Garten, Balkon und Terrasse vorbereitet wird

Nicht alle Gartenarbeiten im Januar müssen auch direkt im Freien stattfinden. Einige Schritte verlegt man auch ins Innere des Hauses. Das betrifft vor allem die Vorbereitung der neuen Pflanzen oder die Überwinterung der älteren, empfindlicheren.

Ansaat von Pflanzen

Ansaat von Pflanzen

Um später schneller Ergebnisse in Beet, Topf und Pflanzkübel zu haben, ist im Januar die Zeit des Säens gekommen. Dazu können Sie Pflanzen, die eher langsam keimen jetzt in Aussaatschalen säen und dann in einem warmen Raum mit viel Licht und Sonne stellen. Eine Fensterbank über der Heizung ist zum Beispiel ideal. Verwenden Sie zunächst gute Anzuchterde. Wenn die Pflänzchen dann mehr als 2 Blätter entwickelt haben, können Sie auch etwas Dünger hinzugeben. Alles zudem gut wässern, aber nicht ertränken. 

Als Balkonblume lassen sich auf diese Art zum Beispiel Begonien, Löwenmäulchen, Lobelien, Pelargonien oder Gazanien anzüchten. Bei Löwenmäulchen und Begonien die Samen aber nicht mit Erde bedecken, da diese Lichtkeimer sind. Sie können aber auch Gemüse heranziehen. Rettich, Radieschen, Rauke und Pflücksalat sowie Chili sind ideal. Werden sie ab Mitte Januar ausgesät, können die ersten Erträge schon Ende März geerntet werden. Für das Gemüse reicht im Übrigen auch ein frostfreies Gewächshaus. 

Falls Sie besonders exotische Pflanzen ansäen wollen, ist der Januar ebenfalls der perfekte Zeitpunkt. Denn diese Samen brauchen meist sehr lange. Um die Keimdauer von Palmen, Strelitzien oder Bananen etwas zu beschleunigen hier noch ein Tipp: Rauen Sie die Oberfläche von großen Samen etwas an oder übergießen Sie sie mit warmen Wasser. Lassen Sie die Samen darin dann 2 Tage quellen. Danach kommen die Samen in keimfreie Aussaaterde und sollten warm und hell stehen. 

Zwiebelblumen antreiben

Normalerweise setzt man ja bereits im Herbst seine Blumenzwiebeln in Töpfe und Balkonkästen. Wer nicht bis auf die richtigen Frühlingstemperaturen warten will, kann seine Frühjahrsblühern aber ein wenig Antreiben. Holen Sie dazu die Pflanzgefäße vom kalten Balkon bzw. der kalten Terrasse einfach ins warme Zimmer. Binnen weniger Wochen blühen die Blumenzwiebeln dann schon auf. Aber Achtung: nicht zu warm stellen, da dann die Blütenpracht auch schnell wieder vorbei ist. 

Stecklinge von Balkonblumen umpflanzen

Haben Sie im Herbst Stecklinge von Ihren Balkonpflanzen genommen? Besonders gut lassen sich zum Beispiel Geranien und Fuchsien auf diese Art vermehren. Die Jungpflanzen standen bisher am besten in einem kühlen (5-20°C) und hellen Raum. Im Januar brauchen Sie nun einen größeren Topf und frische Erde. Zudem können Sie die Jungpflanzen danach auch etwas wärmer stellen und vorsichtig mehr wässern. So bereiten Sie sie peu-a-peu auf das Freie vor. 

Kübelpflanzen auf Schädlinge kontrollieren

Viele Pflanzen von Terrasse und Balkon müssen zum Überwintern ja auch ins Haus geholt werden. Doch hier kommt es in den geschlossenen Räumen häufig dazu, dass Schädlinge die Gewächse befallen. Schildläuse und weiße Fliegen sind besonders häufig die Übeltäter. Um nicht nach dem Winter vor einer völlig kranken oder gänzlich toten Pflanze zu stehen, sollten Sie darum alle Kübel regelmäßig kontrollieren. 

Schneiden Sie welke Blätter und abgestorbene Stängel schnell ab. Gießen Sie immer nur ein wenig, denn die Erde muss nur ganz leicht feucht sein. Düngen brauchen Sie jetzt gar nicht, das überfordert die Pflanze nur. Kontrollieren Sie auch auf Schimmel und lüften Sie regelmäßig die Räumlichkeiten. Dadurch werden die Pflanzen zusätzlich gestärkt. 

Haben Sie noch Fragen zur Gartenarbeit im Januar?

Suchen Sie nach geeigneten Pflanzen, die Sie jetzt im Januar auf den Balkon pflanzen oder auf der Fensterbank schon anzüchten können? Oder haben Ihre Kübelpflanzen doch Schädlinge bekommen und Sie suchen ein geeignetes Mittel dagegen? Brauchen Sie generell noch mehr Informationen zur Gartenarbeit im Januar? Dann wenden Sie sich doch an die Mitarbeiter in unserem Gartencenter. Sie stehen Ihnen mit viel Know-How und tollen Tipps zur Seite.

 

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