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Gesund durch den Winter: Küchenkräuter auf der Fensterbank

Basilikum zur Pasta, Kresse aufs Brot, Schnittlauch ins Rührei – Kräuter machen alles gleich viel leckerer. Doch die grünen Gewächse sind nicht nur aromatisch, sondern bringen auch Schwung in unser Immunsystem. Weil frisch einfach immer besser ist, geben wir Ihnen Tipps, was Sie beim Anziehen von Küchenkräutern auf der Fensterbank beachten müssen.

Was kann in den Indoor-Kräutergarten?

Küchenkräuter

Zugegeben eignet sich leider nicht jede Pflanze dafür, in der Wohnung kultiviert zu werden. Oftmals glauben die Leute schon, es sei quasi unmöglich Kräuter auf der Fensterbank zu ziehen, weil die gekauften Basilikum-Töpfchen regelmäßig eingehen. Doch tatsächlich ist selbst gezogen ein echter Unterschied im Kräutertopf!

Ein absoluter Selbstläufer ist zum Beispiel Kresse. Mit der richtigen Pflege gedeihen aber auch mediterrane Freunde wie Rosmarin, Salbei, Oregano, Lavendel und eben Basilikum auf dem Fensterbrett. Und Basic-Gewürze wie Bohnenkraut, Dill, Pfefferminze, Schnittlauch und Petersilie lassen es sich ebenfalls in der Wohnung gut gehen. Wer es etwas exotischer mag, kann sich übrigens auch an Zitronengras oder Zimmerknoblauch versuchen.

Welche Aussaat-Optionen gibt es?

Sie haben die Wahl: Entweder geben Sie die Samen direkt in Töpfe oder Schälchen (einzeln oder in Form von Saatscheiben) oder Sie arbeiten mit sogenannten Anzuchtstationen. Das entsprechende Zubehör gibt es natürlich im Fachhandel. Sie können sich aber auch Ihre eigene “Kräuterkrippe” bauen. Dafür benötigen Sie nur einen leeren Eierkarton, etwas Anzuchterde, Wasser, die Samen Ihrer Wahl sowie bei Bedarf noch Klarsichtfolie bzw. einen Gefrierbeutel.

Anzucht Küchenkräuter

  1. Trennen Sie den Deckel des Eierkartons vom Boden und stellen Sie beides ineinander. So wird überschüssiges Wasser genauso wie Erde direkt aufgefangen.
  2. Füllen Sie die kleinen Näpfchen des Eierkartons mit nährstoffarmer Anzuchterde.
  3. Geben Sie die Samen in die Erde und drücken Sie sie vorsichtig an. Jetzt angießen.
  4. Stellen Sie den Karton nun an einen hellen Ort und wässern Sie das Ganze weiterhin regelmäßig leicht.
  5. Um den Prozess zu optimieren, können Sie eine Klarsichtfolie über den Karton spannen oder ihn komplett in einen Gefrierbeutel schieben. So entsteht eine Art Mini-Gewächshaus.

Nach wenigen Tagen sprießen meist schon die ersten kleinen grünen Keimlinge. Sind die Pflanzen groß genug, können Sie sie in richtige Töpfe umpflanzen – wenn Sie mögen sogar direkt in den kleinen Papp-Näpfchen, da diese mit der Zeit verrotten.

Worauf muss beim Kräuter Ziehen noch geachtet werden?

Damit Ihre Küchenkräuter groß und stark werden, gibt es noch einige Pflegetipps zu beachten. Wichtig ist neben der richtigen Menge an Feuchtigkeit und Licht nämlich auch die spätere Behandlung der kleinen Pflänzchen.

Basilikum - Küchenkräuter

Der richtige Standort

Viele Küchenkräuter brauchen es hell, aber nicht direkt sonnig. Ein Standort an einem Ost- oder Westfenster passt darum meist gut. Natürlich gibt es auch hier Sonnenanbeter, die sich am Südfenster am wohlsten fühlen. Ähnlich verhält es sich mit der Temperatur. Viele Kräuter wollen es gar nicht unbedingt tropisch warm und gedeihen auch noch gut bei um die 15 - 20 °C. Einzig der Basilikum ist eine kleine Frostbeule und wünscht sich am liebsten kuschelige 25°C. Zugluft sollte übrigens bei quasi allen Kräutern vermieden werden.

Der ideale Boden

Kräuter gedeihen prima auf der für sie vorgesehenen speziellen Kräutererde oder aber Substrat. Zum Anziehen reicht aber auch Blumenerde oder nährstoffarme Anzuchterde. So oder so sollte der Boden aber immer relativ locker in das Pflanzgefäß gegeben werden, damit die Keimlinge sich gut durch sie durch arbeiten können.

Außerdem sollte die Erde immer feucht sein, jedoch nie nass. Staunässe vertragen die kleinen Wurzeln nämlich noch schlechter, als erwachsene. Eine Sprühflasche kann hier darum hilfreicher sein als die Gießkanne. Ein Terracottatopf hilft zusätzlich, da er das Wasser aufnimmt und der Boden nie zu feucht ist.

Die passende Pflege

Sie beginnt bereits beim Aussäen, denn hier sollte man sich genau informieren, in welchem Abstand die Samen in die Erde kommen müssen. Außerdem gibt es auch einen Unterschied zwischen Lichtkeimern (z.B. Basilikum, Dill) und Dunkelkeimern (z.B. Borretsch, Koriander). Je nachdem müssen die Samen nämlich tiefer eingepflanzt werden oder beim Keimen mit einer Folie bedeckt sein, um ein Austrocknen zu verhindern.

Sind die kleinen Pflänzchen dann einmal gewachsen und haben die ersten Blätter, sollten sie etwas kühler gestellt werden. So entwickeln sich stärkere Stämmchen. Sobald sich die ersten Blüten andeuten, empfiehlt es sich, diese zu entfernen. Denn sie kosten die meisten Pflanzen nur Kraft.

Wichtig ist außerdem auch eine regelmäßig Kontrolle, ob Schädlinge die Kräuter befallen haben. Das passiert besonders oft, wenn die Erde zu nass war. Wenn das der Fall ist, können Sie versuchen die Pflanzen abzuwaschen oder sie – zur Not, um die restlichen zu schützen – zu entsorgen.

Das korrekte Ernten

Auch bei diesem Schritt können Sie noch einiges richtig machen, um länger an Ihrem eigenen Kräutergarten auf der Fensterbank Freude zu haben. Je nach Gewächs ist es nämlich entscheidend, wann, wo und wie viel abgeschnitten wird. Während Kresse zum Beispiel denkbar einfach zu ernten ist – mit einer Schere einmal alles abschneiden, denn sie wächst nicht nach –, ist beim Basilikum schon mehr Know-How gefragt. Hier sollten die untersten beiden Blätterpaare nämlich stehen gelassen werden, da die Pflanze dann nachtreibt.

Andere Kräuter wie z.B. Schnittlauch sollten Portionsweise und mit Bedacht geerntet werden. Hier braucht es nämlich eine Weile, bis die Pflanze sich wieder erholt und nachwächst. Bei Rosmarin, Thymian oder Salbei können hingegen die Triebspitzen oder gleich die ganzen Triebe geerntet werden. Dann wachsen die Pflanzen deutlich buschiger nach und es findet gleichzeitig eine Verjüngung statt.

Vorteile des Kräuter Ziehens auf dem Fensterbrett

Vorteile Küchenkräuter

Das alles klingt mühsam und nach viel Arbeit? Eigentlich müssen Sie sich aber wirklich nicht davor scheuen. Denn die Kräuter erledigen den Großteil der Arbeit ganz alleine. Man kann bei einigen Sorten (zum Beispiel beim Klassiker Kresse) regelrecht beim Wachsen zuschauen und sich daran erfreuen.

Ein weiterer Vorteil ist auch, dass Sie selbst entscheiden, wie etwas angebaut wird. Somit erhalten Sie kein belastetes Produkt, sondern ein absolut biologisches Nahrungsmittel! Welches im Übrigen gerade auch im Winter sehr gut für unsere Gesundheit ist, denn die Kräuter sind reich an vielen wichtigen Nährstoffen. So ist Petersilie zum Beispiel eine kleine Vitamin C Bombe und auch Schnittlauch hat u.a. die Vitamine A und C im Gepäck.

Das Kraftpaket unter den Küchenkräuter ist aber wohl die Kresse, denn sie hat neben dem wirklich hohen Gehalt an Vitamin C noch Eisen, Kalzium und Folsäure in sich stecken. Und dazu lässt sie sich so herrlich einfach kultivieren: Einfach in ein kleines Schälchen etwas Watte oder Küchenkrepp geben, darüber die Samen streuen und alles immer gut feucht halten. Nach etwa 2 Tagen beginnt die Kresse zu keimen, nach etwa einer Woche ist sie erntereif.

Sie haben noch Fragen?

So schnell kann es also gelingen, Küchenkräuter auf der Fensterbank zu ziehen. Haben Sie jetzt auch Lust auf die würzigen Kraftpakete bekommen und brauchen noch passende Samen oder Zubehör für die Anzucht? Oder haben Sie noch Fragen zu Ihren Lieblingskräutern? Dann wenden Sie sich einfach an unsere Mitarbeiter im Gartencenter. Wir stehen Ihnen jederzeit mit kompetenten Antworten und wertvollen Tipps zur Seite.

 

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