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Auf Schnupperkurs: Einen eigenen Duftgarten anlegen

Die Wissenschaft weiß zwar noch nicht genau warum, aber Tatsache ist: Gerüche und Erinnerungen sind eng gekoppelt. Darum sind bestimmte Duftnoten für uns mit der schönsten Kindheitsszene oder den unglaublichsten Momenten verbunden. Doch auch unabhängig solcher Gedächtsnisausflüge hat wohl jeder seinen Lieblingsduft. Und diesen hat man am liebsten jeden Tag in der Nase. Mit einem Duftgarten ist das kein Problem mehr! Wir geben Ihnen Tipps zum Anlegen eines solchen.

Was ist ein Duftgarten?

Duftgarten anlegen

Keine Angst: Ein sogenannter Duftgarten ist auf keinem Fall mit einer Parfumerie zu vergleichen, in der einem von allen Seiten zig Geruchsnoten entgegenschlagen und Ihnen feinste Kopfschmerzen verursachen. Im Gegenteil! Ein gut angelegter Duftgarten vereint die persönlichen Lieblingsgerüche aus der Natur zu einem sanften, harmonischen Erlebnis.

Dabei können je nach Gartengröße und Vorliebe auf allen Ebenen Duftpflanzen eingesetzt werden. Es gibt wohlriechende Bodendecker, Blumen, kleine Sträucher und Stauden, aber auch Dufthecken und Duftbäume. Gleiches ist mit Pflanzkübeln und -töpfen auch auf der Terrasse oder dem Balkon möglich.

Worauf sollte man beim Duftgarten Anlegen achten?

1. Was kann man gut riechen?

Zunächst einmal ist es wichtig, dass man sich genau überlegt, welche Düfte einem denn eigentlich gefallen. Bestückt man den zukünftigen Duftgarten nämlich einfach irgendwie, kann es sein, dass er einem danach dann — leider wortwörtlich — stinkt. Nehmen Sie sich also Zeit und “beschnuppern” beim Gärtner in Ruhe die in Frage kommenden Gewächse.

Lavendel im Duftgarten

2. Die Lage ist wichtig!

Weiterhin muss der Standort bedacht werden. Die Pflanzen können ihre wunderbaren Aromen am besten durch Wärme entfalten, da es sich dabei um ätherische Öle handelt. Ist der angedachte Platz allerdings eher zugig gelegen, werden Sie beim schönsten Wetter kaum etwas vom Pflanzenduft haben, da dieser leider weggeweht wird. Allerdings gibt es auch Pflanzen, die erst durch mechanische Reize (streifen, drüber gehen) ihre Duftstoffe abgeben.

3. Eine Frage der Zeit

Auch die Tages- und natürlich Jahreszeit ist entscheidend. Einige Gewächse erreichen ihre Geruchshöhepunkte schon zur Mittagszeit, während andere die aufregendsten Düfte erst in der Dämmerung  verströmen. Achten Sie also beim Planen des Duftgartens darauf, dass Sie ganz nach Ihrer Gewohnheit die Pflanzen arrangieren. Sitzen Sie abends lange auf der Terrasse, sollten Sie dort Duftpflanzen einsetzen, die “nachtaktiv” sind.

4. Auf die richtige Gesellschaft kommt es an!

Bedenken Sie beim Pflanzen das Bild der Parfumerie. Kommen viele intensive Düfte zusammen, vermischen diese sich unangenehm und verlieren ihren Charme. Duftpflanzen mit zarten Aromen sollten Sie darum an geschützte Stellen setzen, die nicht unmittelbar zur Konkurrenz von intensiveren Gerüchen stehen. Dominante Duftpflanzen hingegen können Sie auch gut einzeln positionieren. Verteilen Sie die unterschiedlichen Aromen am besten sowieso im Garten oder auf der Terrasse – überall ein bisschen.

5. Lieblinge in Reichweite holen

Wie schon erwähnt können Duftpflanzen hochgewachsen sein – oder aber in Erdnähe bleiben. Viele aromatische Gewächse sind so nur schwer zu genießen. Der Trick: Bauen Sie Hochbeete oder setzen Sie diese Pflanzen in Kübel und Töpfe, die sie dann deutlich bequemer erreichen können. Auf diese Weise sind sie auch schneller neu arrangiert oder aus dem Weg geräumt, wenn man den Geruch gerade vielleicht doch nicht haben kann.

Welche Pflanzen passen gut in einen Duftgarten?

Marokkanische Minze im Duftgarten

Duftbäume in groß und klein

Der Geruch des Waldes im eigenen Garten zu haben, ist für viele Naturliebhaber ein Traum. Bäume wie Tannen oder Fichten helfen, eine solche Geruchswelt zu kreieren. Doch Bäume können auch süß-fruchtige Düfte verströmen, zum Beispiel (Zier-)Obstbäumchen wie Zitrone oder Orange. Diese machen sich sogar auf Terrasse und Balkon prima.

Duftende Sträucher

Schon sehr früh im Jahr beglückt uns beispielsweise der Schneeball mit seinem an Vanille erinnernden Duft. Aber auch Sommerflieder oder Pfeifenstrauch (z.B. ‘Dame Blanche’ und ‘Belle Etoile’) sind wunderbar duftende Gesellen. Ihre süßlichen Düfte und die tollen Blütenfarben locken besonders viele Schmetterlinge, Bienen und Hummeln an. Viele erfreuen sich daher nicht nur am geruchlichen Genuss der Pflanzen, sondern auch an dem brummenden Spektakel.

Duftblumen

Hier ist natürlich zunächst die Königin der Blumen zu nennen – die Rose. Ihr intensiver, manchmal fast schon schwerer Duft ist einfach ein Genuss. Doch sie ist nicht die einzige aromatische Blume im Garten. Andere Schnupperheldinnen sind zum Beispiel die Pelargonie (Duftgeranie), die Flammenblume, oder auch die Edel-Pfingstrosensorten ‘Festima Maxima’ oder ‘Primevere’. Auch Maiglöckchen oder Veilchen gehören zu den wohlriechenden Blumen.

Duftkräuter

Gerade in einem mediterran angehauchten Garten sollten Kräuter en masse zu finden sein. Sie sind nämlich nicht nur in der Küche ein Genuss, sondern verströmen häufig schon im Beet einen herrlichen Duft. Lavendel, Salbei, Thymian, Pfefferminze oder Rosmarin sind nur einige bekannte Vertreter. Je mehr Sonne sie abbekommen, desto intensiver ihr Duft. Und falls mal Wolken am Himmel hängen, können Sie die Aromen einfach durch ein vorsichtiges Reiben der Blätter aktivieren.

Besondere Duftpflanzen

Schokoladen-Blume im Duftgarten

Die Welt ist groß und bunt und so ist es kein Wunder, dass sich auch einige ganz besondere Duftpflanzen finden und im heimischen Garten unterbringen lassen. Allem voran ist wohl bei vielen die Schokoladen-Kosmee beliebt. Ihre schwarz-roten Blüten setzten das Versprechen fort, welches ihr Name uns schon gegeben hat, und wird schließlich auch eingelöst: Die Blume verströmt einen intensiven Schokoladengeruch, der nicht nur Schleckermäulchen beglücken wird.

Ähnlich verrückt mutet der Kaugummistrauch an. Er hat tatsächlich einen Minz-Kaugummi-Geruch, der überrascht und begeistert. Eine Mischung aus beiden Nuancen bietet dann schließlich die Schokoladenminze. Eine leise Erinnerung an gewisse schokoladig-minzige Süßigkeiten wird wohl jedem kommen.

Duftende Dämmerung

Einige Pflanzen haben sich übrigens nicht auf die normalen bestäubenden Insekten wie Bienen und Schmetterlinge spezialisiert. Sie verlassen sich eher auf nachtaktive Helfer wie etwa Nachtfalter. Darum erreichen ihre Aromen erst in der Dämmerung den Höhepunkt.

Zu diesen speziellen Pflanzen zählen zum Beispiel die Levkoje, der Sternbalsam und die Nachtkerze. Auch die Wunderblume ist ein gefundenes Fressen für abendliche Insekten. Und natürlich darf die Nachtviole nicht vergessen werden. Ihre violetten bis weißen Blüten verströmen einen besonders süßen und schweren Duft am Abend.

Haben Sie noch Fragen zum Duftgarten?

Bei all dieser Vielfalt ist eine Wahl schwer? Lassen Sie sich doch einfach bei uns im Gartencenter beraten. Wenden Sie sich mit Ihren Fragen rund um den Duftgarten immer gern an unsere Mitarbeiter. Sie helfen Ihnen mit tollen Tipps, viel Inspiration und umfassendem Fachwissen weiter – und Probeschnuppern ist natürlich kein Problem!

 

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